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Mittwoch, Dezember 24, 2025

Unfriedlich

Es gibt nur wenige Menschen in Estland, die angesichts eines Krieges im Nachbarland irgend einen "Weihnachtsfrieden" erwarten. Aber es gibt noch einen anderen Bereich, wo es in Estland derzeit "unfriedlich" zugeht.

Nervosität im Tank 

Es ist der ungewohnte Preiskrieg an den Tankstellen. Denn jahrelang gab es da keine Unterschiede: ob Autobesitzer in Tallinn, Tartu, Narwa oder Otepää nachtanken. Es sah fast so aus wie heimliche Preisabsprachen - alles bis auf den Zehntel-Cent gleich. Und wenn sich mal etwas änderte, war die Suche nach preislichen Alternativen vergeblich: alle passten sich innerhalb kurzer Zeit an. Die zunehmende Umrüstung der Tankstellen auf automatischen Betrieb wurde dafür von den Betreibern als einer der Ursachen angegeben. 

Doch jetzt ist alles anders. Ausgelöst im September durch die Entscheidung einer einzelnen Firma, einen "Preiskrieg" zu entfachen. Das Unternehmen "Neste" senkte die Preise auf ein Rabattniveau, das bisher nur für treue Kund/innen galt. 

Die kraftstoffvollen Fünf 

Der estnische Kraftstoffmarkt ist sehr klein – der Verbrauch von Benzin und Dieselkraftstoff macht nur etwa ein halbes Prozent des Gesamtverbrauchs der Europäischen Union aus. Fünf Firmen stehen für etwa 85% des Marktes: "Circle K", "Neste", "Olerex", "Alexela" und "Terminal". 

"Neste" veröffentlichte im September einen neuen, einheitlichen Benzinpreis, und nun sehen Autofahrer und Autofahrerinnen in Estland bisher Ungewohntes: Preisunterschiede von einer Tankstelle zur nächsten. Der Benzinpreis sank zunächst um bis zu 11 Cent pro Liter, an einigen Stellen sogar noch mehr. Der Durchschnittspreis für 95-Oktan-Benzin sank von 1,62 Euro im August auf 1,44 Euro im Oktober. Bei Diesel ging es runter von 1,47 Euro auf 1,31 Euro. Es gab Tage, an denen Kraftstoff noch billiger war, und einige Unternehmen mussten zugeben, dass sie ihn an manchen Tagen unter Selbstkostenpreis verkauften; es gab Preisunterschiede bis zu 30 Eurocent von einer Woche zur anderen. (err) Nun entscheidet offenbar jede Tankstelle selbst: auch im Dezember hielt der Preiskampf immer noch an - mit Schwankungen bis zu 20 Cent an verschiedenen Tankstellen ein und derselben Marke. Bei "Alexela" soll es schon einen Brief an alle Beschäftigten gegeben haben, der "harte Entscheidungen" ankündigt. (err) 

Tanktouristen und Bilanzen 

Hinzu kommt noch ein anderer Effekt: Litauische Fernfahrer tanken mittlerweile in Estland, da die Dieselsteuer in dem nördlichsten baltischen Staat derzeit deutlich niedriger ist: in Litauen liegt der Steuersatz pro Liter derzeit bei 0,520 €, in Estland sind es 0,428 €. Auch wenn die Verbrauchsteuern auf Kraftstoffe in Estland sowohl 2026 als auch 2027 steigen sollen, werden sie voraussichtlich günstiger bleiben als in den unmittelbar südlich gelegenen Nachbarländern. Es stehen Preisunterschiede von bis zu 14 Cent in Aussicht. (err)

Momentan sind die Preise wieder etwas gestiegen - aber der Preiskampf bleibt vorerst. Von "Neste" wird am ehesten angenommen, dem Preisdruck standhalten zu können - denn das Unternehmen verfügt über eine eigene Raffinerie in Finnland. Schwieriger könnte es für drei lokale estnische Unternehmen werden, die ihren Kraftstoff hauptsächlich von der polnischen Firma Orlen aus deren Ölraffinerie in Litauen beziehen. Kurzfristig sind Verbraucherinnen und Verbraucher die Gewinner - allerdings nicht überall: in weniger bevölkerten Regionen, in denen es wenig oder gar keine Konkurrenz gibt, sind die Preise jetzt höher als in dicht besiedelten Gebieten. Längerfristig wird sich das Preisniveau konsolidieren, und die Firmen werden dann versuchen, ihre Verluste auszugleichen. (IR)

Derweil ist der Absatz von Autos in Estland, in Folge verschiedener Steuererhöhungen, zuletzt drastisch gesunken. Ein Minus von 64% im Vergleich zum Vorjahr wurde im November 2025 gemeldet. Für das gesamte Jahr 2025 wurde der Verkauf von 11.872 Neuwagen verzeichnet - davon 24,5% mit Verbrenner-Motoren und 62,6% Hybrid-Fahrzeugen. Der Anteil von Elektro-Autos lag bei 5,5%  (err). 

Montag, April 18, 2022

Lieber flüssig

Kalt muss es sein: bei Temperaturen um –162 °C wird Ergas "verflüssigt", und dieses "Flüssiggas" ("Liquified Natural Gas" LNG) hat dann im Verhältnis zum gasförmigen Zustand ein Expansionsverhältnis von 1:600, daher können große Mengen an Energie effizient gelagert und transportiert werden.

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die Diskussion um die Energieversorgung völlig verändert. Auch Estland plant nun mit einem Flüssiggasgterminal. Angeblich kann schon das LNG-Terminal im litauischen Klaipeda die Hälfte des Gasbedarfs der baltischen Staaten decken - die entstandene Lücke, bei Wegfall des Bezugs aus Russland, soll nun ein estnisch-finnisches Projekt in Paldiski schließen.

Vorteil: die Pläne für den Standort in Paldiski lagen schon fertig in der Schublade.Schon seit einigen Jahren wird über ein Flüssiggas-Terminal an diesem Standort nachgedacht - aber bisher schien es zu teuer (siehe "Baltic Course"). Bauen soll es nun die estnische "Alexela"-Gruppe, bei der die Brüder Heiti und Marti Hääl eine nicht unbedeutende Rolle spielen. Unternehmer Heiti Hääl ließ sich gleich mal zu der Aussage hinreißen: "Das sieht unglücklich aus, wenn erst ein Krieg die Notwendigkeit eines LNG-Terminals nachweisen muss." Und er behauptet gleichzeitig: "Das neue Terminal wird noch in diesem Herbst fertig sein." (err) 

Diese Planungen bestätigte auch der estnische Wirtschaftsminister Taavi Aas. Estland wolle bezüglich des erforderlichen LNG-Spezialschiffes auch mit Finnland und Lettland zusammenarbeiten. (err / IR). Auch Litauen hatte sich vor Jahren zunächst gemeinsamen Planungen angeschlossen, dann aber, als es kaum konkrete Fortschritte gab, sich für ein eigenes LNG-Terminal entschieden (das 2014 fertiggestellt wurde). 2020 wurde auch das Projekt "Balticconnector" abgeschlossen - eine Gaspipeline zwischen Paldiski in Estland und Inkoo (Ingå) in Finnland.

Estland verbraucht gegenwärtig etwa 5 Terrawattstunden Gas, zwei Drittel davon für Energieversorgung und Industrie. Am 7. April hatte die estnische Regierung beschlossen, bis Ende 2022 völlig auf den Bezug russischen Gases zu verzichten (valitsus.ee). Partner für den Bau des LNG-Terminals in Paldiski werden auch die Investmentgesellschaft "Infotar" und "Eesti Gaas" sein. In einem ersten Bauabschnitt soll zunächst eine Verbindung zwischen dem Schiffsliegplatz und der "Balticconnector"-Pipeline geschaffen werden. Die Pipeline-Infrastruktur wird vom staatlichen estnischen Gasbetreiber Elering bereitgestellt.

Zunächst soll - als finnisch-estnisches Gemeinschaftsprojekt - ein schwimmendes Terminal angemietet werden, bevor in der zweiten Phase eine dauerhafte Lösung für das Terminal gebaut wird (mkm). Die Kosten für die Terminal-Infrastruktur, die im Herbst fertig gestellt werden soll, werden auf 40 Millionen Euro geschätzt. Ain Hanschmidt (Infotar) forderte aber auch eine staatliche Garantie zur Absicherung der Preisdifferenz zu russischem Gas, um das Projekt gegen eine (politisch mögliche) Rückkehr zur Versorgung mit russischem Gas abzusichern. (err) Die estnische Finanzministerin hatte bereits Pläne zu einem Ergänzungshaushalt in Höhe von 170-230 Millionen Euro vorgestellt (err)

Schon im November 2021 hatte das LNG-Bunkerschiff «Optimus» der estnischen Energiegesellschaft Elenger seinen Betrieb aufgenommen - es dient der Betankung von LNG-getriebenen Fähren zwischen Tallinn und Helsinki und ist Teil einer wachsenden LNG-Infrastruktur. (Schiffundhafen / elenger)

Sorgen um die Umwelt jedenfalls scheinen bei dieser Diskussion keine Rolle zu spielen. In Deutschland wird ja viel über das umstrittene "Fracking"-Verfahren diskutiert (BUND / Umwelthilfe), wobei davon ausgegangen wird, dass ein LNG-Gas-Import eben auch das durch Fracking-Verfahren in den USA gewonnene Gas einbeziehen würde. Kritisiert wird unter anderem, dass schon die Verflüssigung von Gas 10-25% des Energiegehalts verbrauchen würde. Von dieser Seite wird auch bestritten, dass Deutschland einen LNG-Importbedarf habe - es wird darauf verwiesen, dass Deutschland die viertgrößte Gasspeicherkapazität der Welt habe. Allerdings ging diese Einschätzung noch von einem Bau der Nordstream-2-Pipeline aus. In der deutschen Diskussion wird "LNG-Gas" oft mit "Fracking-Gas" gleichgesetzt - so wie die Deutsche Welle am 29. März titelte: "Freiheit oder Klima-Selbstmord?"

Aber Estland muss sich wohl kaum Sorgen um mögliche größere Proteste in Paldiski machen. "In Estland bestimmen immer noch weitgehend die Industrie und die großen Unternehmen die Tagesordnung", meinte Züleyxa Izmailova, die bis vor wenigen Wochen noch Vorsitzende der Grünen Partei Estlands ("Erakond Eestimaa Rohelised", die in Umfragen aktuell bei 1,7% liegen) war. "Und manche Leute glauben, wärmere Winter würden eben einfach ihre Heizungsrechnung verringern. ... Radikale Umweltschützer wie in Westeuropa gibt es in Estland so gut wie nicht." (err)

Mittwoch, Dezember 18, 2019

Peinliche Stammesbrüder

"Ich habe nicht für die ganze Regierung gesprochen, nur für unsere Partei" - zur Zeit vergeht kaum eine Woche, in der sich Estland nicht für seine Regierungsverantwortlichen entschuldigen muss - oder, genauer gesagt: für die wohl peinlichsten estnischen Amtsträger seit der Sowjetzeit.

In Finnland regiere mit der jungen Regierungschefin Sanna Marin nun eine "Allianz der Roten", die "Finnland zerstören wolle und es zur EU-Provinz verkommen lasse". (err) So sagte es Mart Helme, amtierender estnischer Innenminister. Und nicht nur das. In einem Radiointerview soll er auch, mit Blick auf die neue Regierung in Finnland, gesagt haben: "Nun sehen wir, wie eine Verkäuferin Premierministerin wird, und andere ungebildete Leute werden Regierungsmitglieder." (err)

Supermarktkasse oder Ministeramt? Für welchen Job mehr
Qualifikation verlangt wird, bleibt in Estland offen
Nein, mit Diplomatie haben solche Äußerungen wohl nichts zu tun. Empörte Reaktionen kamen somit von nahezu allen Seiten: Vertreter aller Oppositionsparteien im estnischen Parlament verurteilten die Aussagen ebenso wie die "Zentrumspartei", die zusammen mit der konservativen "EKRE" die Regierungskoalition bildet (mit Mart Helme als Vorsitzendem).
Auch in anderen EU-Ländern erregten diese Äußerungen Wellen (ORF / BBC "Die Presse"). Auch bei "Eurotopics" wurde "Undiplomat" Helme zum Thema: wegen "ihrer einfachen Herkunft" sei die neue finnische Regierungschefin kritisiert worden - so die dort dokumentierten Kommentare - "weil sie schon mit 15 Jahren ihr eigenes Brot verdienen musste". Auch die Antwort der Finnin wird zitiert: "Sie hat erklärt, stolz zu sein auf Finnland, wo ein Kind aus einer armen Familie sich hoch qualifizieren und auch eine Kassiererin Premierministerin werden kann." (siehe auch: Blog Sanna Marin)

Da stützt nur noch die Allianz der Familie Helme. "Nicht verurteilen, sondern loben" solle man Helmes Äußerungen, meint Sohn Martin Helme, Finanzminister der gegenwärtigen Regierung Ratas (err). Die ganze Diskussion sei "ein Sturm im Wasserglas" - auch eine Entschuldigung gegenüber Finnland sei daher nicht nötig. Papa Helme selbst klagt inzwischen die Presse an, "falsche Dinge zu betonen", so dass es möglicherweise zu "Missverständnissen" gekommen sei.

Das sehen sowohl Regierungschef Jüri Ratas (Zentrumspartei) und auch Präsidentin Kersti Kaljulaid entschieden anders. Beide haben sich inzwischen eindeutig geäußert - wobei Ratas lediglich betont, Helme spreche nicht für die estnische Regierung. Warum Ratas überhaupt diese Art der Koalition gewählt hat? Nicht nur bei den Zentrums-Wähler/innen bleiben viele Fragenzeichen.

Helme hatte seine Äußerungen bei "TRE RAADIO" getätigt - einem Sender, der als EKRE-nah gilt. Gründer, Eigentümer und Geschäftsführer ist hier Siim Pohlak, ein Parteikollege der Helmes. Hatte also vielleicht Parteifreund Helme gedacht, er sei gewissermaßen "unter sich", könne sich also nach Herzenslust profilieren?

Am 17. Dezember überstand Innenminister Helme ein gegen ihn gerichtetes Misstrauensvotum im Parlament - nur 44 der 101 Abgeordneten stimmten dafür, 11 Abgeordete des Koalitionspartners der Vaterlandspartei ("Isamaa") enthielten sich der Stimme (err).

Drei Minister musste die rechtspopulistische EKRE bereits austauschen, seit dem Start des zweiten Regierungskabinetts Ratas im April 2019. Die rechtspopulistische EKRE hatte bei den Wahlen am 3. März 2019 17,8% der Stimmen für sich verbuchen können.
"Ihre Äußerungen zielen einfach auf die eigenen Anhänger - die anderen Estinnen und Esten müssen dann sehen, wie sie damit fertigwerden," so schätzt es Politikwissenschaftler Tõnis Saarts ein (ERR). Und er meint auch: "die beiden anderen Regierungsparteien, sowohl die Zentrumspartei wie auch Isaamaa, werden ohne die gegenwärtige Koalition einfach wichtige Ziele nicht durchsetzen können. Daher haben sie Angst vor deren Zerfall; somit hat EKRE sogar die angenehmste Lage hier am Tisch", meint er.
Die Neujahrswünsche jedoch dürften bereits bei vielen Estinnen und Esten sortiert sein. 

Montag, März 11, 2019

Tunnelchinesisch

Schon häufig wurden Varianten eines möglichen Tunnelbaus zwischen Tallinn und Helsinki diskutiert - bereits die bestehenden intensiven Beziehungen zwischen den beiden Hauptstädten ließen manche von "Talsinki" reden. Der Begriff soll auf ein Essay des Schriftstellers Jaan Kaplinski aus dem Jahr 1992 zurückgehen. 1994 soll es die ersten Gespräche über ein Tunnelprojekt gegeben haben, 2008 wurde zwischen den beiden Stadtoberhäuptern eine Absichtserklärung zum Bau eines unterirdischen Eisenbahntunnels unterzeichnet (Baltic Times). Eine Machbarkeitsstudie wurde in Auftrag gegeben, aufgrund deren Ergebnisse die EU eine Mitfinanzierung 2009 ablehnte.
eine finnische Variante der Tunnelträume
Dennoch hielten manche estnischen Politiker einen Tunnelbau lange für wichtiger als den Bahnausbau des RAIL-BALTICA-Projekts.

Gern wird das Projekt mit dem 1994 eröffneten Tunnel zwischen Frankreich und Großbritannien verglichen, das bei einer Bauzeit von sechs Jahren mehr als 15 Milliarden Euro kostete. Erst 20 Jahre nach seiner Fertigstellung erwirtschaftete der Eurotunnel erste Gewinne - also ein absehbar jahrelang teures Ingenieursvergnügen. Ein Tunnel zwischen Helsinki und Tallinn würde 60 - 80 km lang sein müssen.
auch ein eigenes Wappen haben
findige Finnen bereits erschaffen
"Ein Tunnel würde alle wirtschaftlichen Probleme lösen," so ließ sich 2013 der Finne Joakim Helenius zitieren, der als möglicher Inmvestor angesehen wurde (err). Der einige Jahre für Verkehrsfragen zuständige EU-Kommissar Siim Kallas hielt ein Tunnelprojekt allerdings immer für unrentabel (err). 2014 kam der Name "Talsinkifix" für das Projekt auf, oder auch "FinEst Link". Inzwischen wurden schon 9 Milliarden Euro als Baukosten genannt (yle). Ein Stück Land wurde auf der Halbinsel Viimsi bereits dafür auserkoren eventueller Tunneleingang zu werden, es gab einen Ideenwettbewerb für Architekten, und in E-Estonia hat das Projekt natürlich auch inzwischen bereits eine eigene Webseite (siehe auch: Talsinki.info)

2017 kamen Vermutungen auf, das Tunnelprojekt könnte das Interesse chinesischer Investoren erregen (fin-land.net). Entsprechende Kontakte wollte unter anderm der finnische Unternehmer Peter Vesterbacka geknüpft haben. "Ich habe gehört, dass viele Menschen in Finnland sagen, dass sie das Gefühl haben, auf einer Insel zu leben. Aber es muss nicht so sein," so ließ sich auch der estnische Ministerpräsident Ratas zitieren (dw).

Allerdings gibt es wohl einen Unterschied zwischen allgemeinen Überlegungen von Politiker/innen und Beamt/innen, und manchmal geradezu ihm Stile von Marktschreiern vorgetragenen Ideen derjenigen, die gerne beim Geldeinsammeln für ein solches Projekt selbst viel Geld verdienen würden. So jemand ist zweifellos Vesterbacka, der sich selbst ausgezeichnet gut zu vermarkten versteht. Es gelang ihm erst kürzlich wieder, das Projekt erneut in die Schlagzeilen zu bringen - angeblich soll es nun konkrete Angebote der "Touchstone Capital Partners" aus China geben, so berichten estnische und finnische Medien (err / reuters)
Seit 2016 arbeitet Vesterbackas Beteiligungsunternehmen "FinEst Bay Area Development" an eigenen Plänen für ein Tunnelprojekt und beabsichtigt nach Informationen des Unternehmens in den nächsten Monaten die Einzelheiten einer Zusammenarbeit mit "Touchstone" auszuarbeiten. Bisher sei eine Finanzierung aus zwei Drittel Krediten und ein Drittel Risikokapital vorgesehen. Touchstone strebe dabei eine Beteiligung an dem Projekt an, die Mehrheit der Anteile würden aber in finnischem Besitz bleiben.

Finnen und Chinesen sorgen für das Wohl von Estland? Urmas Paet, Ex-Kultur- und Ex-Aussenminister und eigentlich der neoliberalen Seite zugeneigt, zur Zeit Abgeordneter im Europaparlament, rät zur Vorsicht mit chinesischen Investitionen in Europa (err). Tunnelexperten aus der Schweiz meinen zu wissen, die Chinesen wollten mit einem "Monsterbohrer" mit 17m Durchmesser in Estland anrücken (wo doch der Bohrer beim Bau des Gotthard-Tunnels nur Meter 9,5m Durchmesser hatte!) (blick) Und mit dem Aushub, der beim Tunnelbau übrig bleibt, könne angeblich eine neue Insel aufgeschüttet werden, die 50.000 Menschen Platz zum Wohnen biete. Der "Martime Herald" möchte gleich auch noch japanische oder chinesische Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Helsinki und Tallinn zum Einsatz bringen - einmal unter der Ostsee hindurch in nur 20 Minuten, allerdings pro Fahrt für 50 -100 Euro.

Zur Befeuerung der einen oder anderen Fantasie scheint das Thema jedenfalls gut zu taugen.Inzwischen ist aber bereits von 15 - 20 Milliarden Euro Kosten die Rede. Aber selbst wenn dieses Geld plötzlich von irgend einer Druckpresse hergestellt würde - eine Fertigstellung vor 2040 wird es wohl nicht geben. Schlagzeilen macht immer derjenige, der eine frühere Fertigstellung verspricht. "Warum sollen wir langsamer als die Chinesen fahren?" so die rhetorische Frage von Peter Vesterbacka (Huvudstadbladet). Kritischere Stimmen haben ausgerechnet, dass selbst nach Fertigstellung Finnland und Estland Unterhaltungskosten von jährlich 280 Millionen Euro tragen müssten - gerechnet auf einen Zeitraum von 40 Jahren. Da freut sich jede/r estnische Lokalpolitiker/in, der/die auch auf dem Lande mal eine Straße ausgebessert haben möchte.

Samstag, Januar 14, 2017

Mega-Sterne auf dem Wasser

Ende Januar wird der Schiffsverkehr zwischen Tallinn und Helsinki um eine neue Dimension bereichert: die Reederei "AS Tallink Grupp" wird dann erstmals die neue "Megastar" einsetzen; nach Auskunft der Betreiber schnell, modern und umweltfreundlich. Allerdings ist bei dieser Art Schiffsreise niemand mehr mit dem Sonnenuntergang allein: das neue Schiff wird bis zu 2850 Passagiere befördern können. Manche Gäste werden nicht einmal den Unterschied zum Festland bemerken - bis auf den Blick aufs Wasser natürlich. Aber wer will schon bloß aufs Wasser schauen, wenn Restaurants, Einkaufsmärkte, Bars und Kinderbelustigung locken. 400 Menschen werden gleichzeitig am Buffet aufschlagen können, und bei 2800 Quadratmeter Supermarkt-Verkaufsfläche hat jeder Gast sozusagen seinen eigenen kommerziellen Meter.

Gebaut wurde das Schiff bei der "Meyer Turku Oy" in Finnland, die 2014 von der deutschen Meyer-Werft übernommen wurde. Neuartige Motoren des Herstellers Wärtsila werden hier eingesetzt, die mit LNG (verflüssigtes Erdgas) als Antriebsstoff arbeiten, was als umweltfreundlich gilt (jedenfalls im Vergleich mit Diesel oder Schweröl). Damit können Reisende zwischen Tallinn und Helsinki sich selbst einen Eindruck davon verschaffen, was als "Wettrüsten auf den Meeren" bezeichnet wird (siehe Spiegel). Mit diesem Schritt Richtung "Green Shipping" erhofft sich der Konzern natürlich auch positive Schlagzeilen.

Um die neugierigen Nachfragen zu befriedigen, hat die "Megastar" im Internet auch einen eigenen Blog: in Englisch, Estnisch Finnisch und Russisch können Interessierte sich hier Eindrücke verschaffen. In Turku arbeitet die Firma "Modelco" bereits an Miniaturen des Schiffes. Und in Helsinki wird, rechtzeitig zur Inbetriebnahme des Schiffes, ein neues Abfertigungsterminal eingeweiht werden. Ob man so große Schiffe mag oder nicht - zumindest ohne stinkenden Qualm aus dem Schornstein wird es also jetzt zwischen Tallinn und Helsinki zugehen.
9,5 Millionen Menschen transportierte die "AS Tallink Grupp" im Jahr 2016 insgesamt; der stärkste Passagieranstieg (7%, auf über 5 Millionen) war dabei auf der Strecke Tallinn-Helsinki zu verzeichnen (Kreuzfahrtblog). 

Donnerstag, April 10, 2014

Doch noch fix ein Tunnel?

Schlagworte wie "Talsinki" kursieren schon seit den 90er Jahren, angesichts der immer engeren Verbindungen zwischen der estnischen und der finnischen Hauptstadt. So war die finnische Tourismusindustrie damals auch sehr schnell mit der Werbung einer "neuen Route nach Finnland" - gemeint war die sogenannte "Via Baltica", also die Autoroute von Berlin über das nördliche Polen, Litauen, Riga, Tallinn bis nach Helsinki. Nur aufgrund der neuen Billigflugrouten laufen die Verkehrsströme heute anders, und eine Weile verschwand auch die Idee von einem Tunnel unter der Ostsee wieder.
Nun lebt sie offenbar wieder auf. Pressemeldungen (Construction-Index /  ERR / YLE) zufolge soll nun eine Machbarkeitsstudie zum Bau einer Brücke oder eines Tunnels in Auftrag gegeben werden. TALSINKIFIX heißt das neue Zauberwort. Etwa 50km Entfernung zwischen den beiden Ufern müssen "überbrückt" oder "untertunnelt" werden. Ob der Zusatz "-fix" eher für Schnelligkeit oder für Problemlösung stehen soll bleibt vorerst offen - es freut sich sicherlich das beauftragte Institut (über die für die Studie veranschlagten 100.000 Euro Kosten). 85% dieser Kosten werden vom EU-Programm der Ostseestrategie (EUSBSR) getragen.

Bis Anfang 2015 soll die Studie fertig sein und auch die Einwirkungen auf die Wirtschaft erfassen, die nach Fertigstellung einer solchen neuen Verkehrsverbindung zu erwarten seien. Auch der Landkreis Harju und die Landgemeinde Viimsi haben angekündigt sich an der Erstellung der Studie beteiligen zu wollen. Das Projekt ist Teil der estnischen Zukunftsstrategie "Estonia 2030+." Die Gesamtkosten des Bauprojekts sollen sich dann auf rund 10 Milliarden Euro belaufen. Momentan ist die estnische Regierung in diesem Punkt etwas euphorischer als die Kolleginnen und Kolleginnen im finno-ugrischen Norden: Finnland hat über eine mögliche Beteiligung noch nicht entschieden.

Es gibt auch Spekulationen, dass dieses Projekt noch Teil des Bahnprojekts RAIL BALTICA werden soll - dort, wo gelegentlich estnische Politiker behaupten wesentlich bessere und sachlichere Entscheidungen treffen zu können wie die Kolleg/innen in Litauen. Würde der Talsink-Tunnel aber den Eisenbahnplanungen angehängt, hätte wohl jeder der drei baltischen Staaten dann nationale Sonderwünsche: Litauen möchte kurzfristig noch einen Umweg über Vilnius anbauen, Lettland möchte am liebsten auch Richtung Moskau gleichzeitig bauen. Und Estland? Wird es nun ein Wettlauf zwischen Tunnelbuddlern und Brückenbauern? Noch im vergangenen Jahr hatte der bisherige EU-Kommissar für Verkehr, der kürzlich als "Premier im fliegenden Wechsel" gescheiterte Siim Kallas, ein Tunnelprojekt noch für wirtschaftlich nicht lohnend erklärt. Fürsprecher hatte das Projekt bis dahin in den Reihen finnischer Unternehmer gefunden (ERR). In der schwedischen Presse ist zu den Plänen für eine neue Machbarkeitsstudie zu lesen, ein negatives Ergebnis der anstehenden Studie könnte auch das endgültige Aus für dieses Projekt bedeuten.

Freitag, März 22, 2013

Pilzsuche populär

"Seenelkäik" ist gegenwärtig das Stichwort für alle Kinoliebhaber in Estland - zumindest unter denjenigen, die einheimische Produktionen erfreuen. 73712 Zuschauer haben den mit Ironie und trockener Satire gespickten Film des Regisseurs Toomas Hussar bereits 2012 gesehen, das gab das Estnische Filminstitut bekannt.

"Eestlanna Pariisis" - "Eine Estin in Paris" landete auf Platz 2 der estnischen Popularitätsstatistik, der neue Film von Ilmar Raag, der mit "Klass" einen großen Filmerfolg landete. Hier sind neben der großartigen Jeanne Moreau auch Laine Mägi, Patrick Pineau und Ita Ever  zu bewundern (siehe Trailer). Während es in Deutschland noch so gut wie gar meine Rezeption dieses Films gibt (ob in Frankreich, weiß ich nicht), ist in Estland dieses französisch-estnisch Verhältnis bereits auf DVD zu haben.
Auch die Verfilmung des Sofi Oksanen Romans ""Puhastus" (Fegefeuer), ein Buch das allein in Estland 17.000 mal verkauft wurde, ist nun auch als Film in Estland bereits sehr populär. Anfang September 2012 feierte das 2-Stunden-Epos von Regisseur Antti Jokinen in Tallinn Premiere, der von Solar Films produziert wurde.
Sofi Oksanen wird nun am 10.April in Stockholm auch den "Nordic Price", einen Buchpreis der Schwedischen Akademie erhalten. Gleichzeitig wurde angekündigt, dass ihr neuestes Werk mit dem Titel "Als die Tauben verschwanden" dann auch bereits in Norwegen, Schweden und Dänemark erscheinen wird. Da steht doch bereits eine weitere deutsche Übersetzung auf der Wunschliste ... ! (ist bei Kiepenheuer & Witsch für Herbst 2014 angekündigt)


Beim GoEast-Filmfestival in Wiesbaden Mitte April 2013 werden sowohl die Estinnen in Paris wie auch die Pilzsammlersatire zu sehen sein (siehe Programm).

Samstag, Dezember 22, 2012

Viele Heimschläfer zum Jahreswechsel

Mindestens 25.000 Estinnen und Esten werden also auch zum Jahreswechsel für einen "Heimatbesuch" hin- und herpendeln: sie arbeiten, gemäß dem estnischen Statistikamt vorliegenden Daten, im Ausland. Das sei eine Verzehnfachung gegenüber der vergangenen Datenerhebung vor 12 Jahren, so Diana Beltadze, die zuständige Mitarbeiterin bei den estnischen Statistikern (im Jahr 2000 hatten nur 2646 Bürger Estlands angegeben im Ausland eine Arbeit zu haben).



















Ist das nun eine Verbesserung (= mehr Arbeitsmöglichkeiten) oder eine Verschlechterung (= mehr Arbeitslose, die nur noch im Ausland eine Chance haben)? 61% aller Esten die im Ausland arbeiten zieht es nach Finnland (15.140 - 1.872 in Norwegen, 1.532 in Schweden, 1.357 in Russland, 732 in Großbritannien und 616 in Deutschland).

Innerhalb Estlands haben nur Tartu und die Hauptstadt Tallinn eine positive "Wanderungsbilanz". Ein Resultat scheint sicher: massive Landflucht! So schön in Estland die Natur ist - Frau Estin oder Herr Este kann sich wohl maximal noch ein Sommerhäuschen auf dem Lande leisten, falls das im Ausland verdiente Geld dazu reicht.

Mehr Infos

Sonntag, April 01, 2012

Estnische Tauben im August

Kaum ist der Frühling so richtig spürbar, denken einige schon wieder an den Herbst - und das sogar mit einer gewissen Vorfreude. Die estnischstämmige finnische Autorin Sofi Oksanen (ihre Mutter ist Estin) gab bekannt, dass sie am 31.August in Helsinki und bereits einen Tag vorher in Tallinn ihr neues Buch vorstellen wird. In Estland wurde die Presse bereits aufmerksam (siehe Eesti Päevaleht), dem estnischen Außenministerium war es eine gesonderte Pressemeldung wert. Soviel ist bereits klar: auch die Handlung des neuen Buches, dessen Titel mit "“Kun kyyhkyset katosivat”" (als die Tauben verschwanden) angekündigt wird, spielt wieder in Estland. Diesmal soll es der Zeitabschnitt der 30er bis 60er Jahre sein. Die Buchpräsentation wird also bereits am 30.August in Tallinn stattfinden - höchst wahrscheinlich parallel zur Premiere der Verfilmung von Oksanens Erfolgsroman "Fegefeuer" (Bericht zu den Dreharbeiten in Tallinn bei "Solarfilm").

2010 hatte Oksanen ihrem damaligen Verlag WSOY mangelnden Einsatz für ihr Buch "Fegefeuer" vorgeworfen - nun möchte sie wohl zeigen, wie besseres Marketing geht. In Finnland soll es schon Angebote von Reiseagenturen mit Fahrten zu den historischen Orten der estnischen Romanstory geben. Auch in Schweden ist von Reisen zur Vorstellung des neuen Romans (Package inklusive Buch) zu lesen. Leider ist ja "Fegefeuer" das bisher einzige Buch Oksanens, das auf Deutsch vorliegt - ob es deshalb aber weniger deutschen Fans gibt, die ihren Urlaub an den genannten Tagen nach Helsinki oder Tallinn verlegen, bleibt abzuwarten. Die Erfolgsautorin ist offenbar auch der Meinung, das noch viel zu wenig über die wichtigen Abschnitte der estnischen Geschichte bekannt ist: 2009 erschien die Artikelsammlung "Kaiken takana oli pelko" ("Hinter alledem stand Angst" - Co-Autorin Imbi Paju) - publiziert am 60ten Jahrestag der sowjetischen Massendeportationen von Esten nach Sibirien (25.3.1949)
Illustration der Premiere von "Fegefeuer" an der
Nationaloper Helsinki mit Helena Juntunen und
Johanna Rusanen-Kartano in der Rolle der "Aliide"

Bisher "fegefeuert" es an vielen Orten: 2009 war das Stück bereits beim Theatertreffen Berlin und am Volkkstheater Rostock präsent. Im April wird es jetzt in einer Opernversion des estnischen Komponisten Jüri Reinvere an der Nationaloper in Helsinki vorgestellt, die Theaterversion steht derzeit sowohl am Schauspielhaus Kiel, am Schauspiel Hannover wie auch am Theater Osnabrück auf dem Spielplan. Am Arcola Theatre in London wird eine englische Fassung gespielt (Berichte dazu siehe "Morning Star" oder "The Telegraph"). Nach (Stalins)Kühen nun Tauben. Wir sind gespannt.

Freitag, Februar 03, 2012

Die liebe Tarja

Tarja Halonen im September 2003 auf Staatsbesuch
in Estland, kurz vor dem EU-Referendum (Foto:
mit Präsident Rüütel und Frau in der Universität Tartu)
Vielleicht trug sie ja den Rekord an Staatsbesuchen in Estland. In wenigen Tagen wird der Sieger der Präsidentschaftswahlen in Finnland bekannt sein, und dann wird es nicht mehr Tarja Halonen sein. Irgendwo habe ich dieser Tage gelesen, dass finnische Kinder vielleicht auf die Idee kommen könnten zu fragen: "Mama, darf auch ein Mann Präsident sein?" Die seit März 2000 amtierende finnische Präsidentin gehörte fast so selbstverständlich zu Finnland wie in jedem Haus eine Sauna. Und da sie vor dem Präsidentenamt auch in vielfachen Ministerämtern tätig war - auch als finnische Außenministerin - ist sie Estland und estnischen Politiker/innen vielleicht noch länger bekannt und vertraut.

Finnland trat 1995 der EU bei, Estland 2004 - erste Ratgeberin in dieser Sache (außerhalb Estlands) war immer Tarja Halonen.
"Good-bye" und "Aitäh" für Tarja
Auch dieser Tage ließ sich Halonen es nicht nehmen, eben noch einen letzten Staatsbesuch in Tallinn zu unternehmen. Und der heutige Präsident Ilves weist zurecht darauf hin dass die finnische Kollegin das einzige Staatsoberhaupt der Welt sei, mit dem er sich auf Estnisch unterhalten könne - auch ihre Rede in der Universität Tartu im September 2003 habe sie auf Estnisch gehalten. "Innerhalb der EU denken wir auf sehr ähnliche Weise", so Ilves.
Ilves sieht beide Länder als Erfolgsmodell innerhalb der EU. "Wir haben uns Regeln gegeben, und die halten wir ein."

Samstag, Dezember 11, 2010

Eine Fotoausstellung in Lappeenranta


Vor Monaten hatten wir ein Foto von Kari Smolander veröffentlicht, hier ein weiteres aus dem Osten Estlands. Nun gehören diese beiden zu einer Ausstellung unter anderem über "Narva-Land".

Narvan mailla - valokuvia itäisestä virosta

Galleria Pihatto, Lappeenranta 14.–31.12.2010, Valtakatu 80/Kaukaankatu 2, 53130 Lappeenranta, avoinna: ti-pe 11-16, la-su 11-15 (galleria suljettu 24. - 27.12.)
Pekka Kettunen, http://piennar.net

Wer es nicht bis zur Ausstellung schafft, hier ein Fotoset:
Exhibition in Lappeenranta, Galleria Pihatto, 14 – 31 Dec 2010, with Pekka Kettunen. My set of photos in the show are below. The description of the exhibition is below the photos and also in Finnish, myös suomeksi.

Kari Smolander, http://smoltron.net/portfolio/narva-land/

...We did two trips in October 2009 and May 2010 to Narva and its environment. Our objective was to capture the remains from the history of this almost completely Russian-speaking region that is now a part of the EU. We visited the holiday paradise of Soviet pioneers and working heroes in the beaches of Narva-Jõesuu. We saw the remains of heavy industry created by the oil shale and the Soviet architecture in the industrial towns of Narva, Kohtla-Järve and Sillamäe. ...


AVAJAISET TIISTAINA 14.12. klo 17-19 - TERVETULOA

Näyttelyssä n. 40 kuvaa. Tässä esimerkkinä 20. Näyttelykuvaus kuvien alla.
Narva Land - Photographs from Eastern Estonia

Montag, September 13, 2010

Sofi Oksanen in Köln

Estnisch-finnische Beziehungen und Estland in der Sowjetzeit. Damit beschäftigt sich Sofi Oksanen. Sie kommt laut Kölner Stadtanzeiger zur Vorstellung ihres Romans Fegefeuer, jetzt auf Deutsch erschienen, in die Medienmetropole NRWs.
Sofi Oksanen wuchs in Mittelfinnland als Tochter finnisch-estnischer Eltern auf. Ein „Picknick“ sei ihre Kindheit in der Industriestadt Jyväskylä nicht gewesen, erzählt sie in Interviews, da ihre halbestnische Herkunft am besten verschwiegen wurde. Ihr beachtetes Debut, „Stalinin lehmät“ („Stalins Kühe“, 2003) handelt von der missratenen Integration estnischer Migranten in Finnland.


Posts über Oksanen im estland-Blog

Die Presse:
Sofi Oksanen liest am 17. September, 20 Uhr, im Wiener Theater Rabenhof, Rabengasse 3, aus ihrem Buch.s


Hinweis im Artikel:
Es muss brennen


Und weitere Daten der Lesetour und ein Blogpost in Die Poeten.
Eine längere Rezension findet sich in Neue Zürcher Zeitung:
Wenn Frauen Freiheit üben

Freitag, April 02, 2010

Nordisch geadelt mit estnischen Themen: Sofi Oksanen


Die finnische Schriftstellerin Sofi Oksanen wird den Nordischen Literaturpreis des Jahres 2010 erhalten. Ausgezeichnet wird ihr Werk "Puhistus" ("Reinigung"). In der Begründung der Jury heißt es, Sofie Oksanen verknüpfe historische Ereignisse aus der Zeit der sowjetischen Okkupation in Estland mit einem brennenden weltweit aktuellen Themen, dem Problem des Menschen(Frauen-)handels. Sofi Oksanens Mutter stammt aus Estland, der Vater ist Finne. Aufgewachsen ist sie in Jyväskylä in Finnland und wohnt jetzt in Helsinki. Sie schrieb bisher drei Romane, die zwei vorangehenden heißen "Stalins Kühe" und "Baby Jane". "Puhistus" wird auch als Schauspiel an Finnlands Nationaltheater aufgeführt. Dieses Stück war eingeladen zum BERLINER STÜCKEMARKT 2009 und hieß dort in deutscher Übersetzung "Fegefeuer".Auch beim Festival des finnischen Theaters in Rostock wurde das Stück 2009 aufgeführt.Finnischen Quellen zufolge soll "Puhistus" nun sogar Grundlage für eine Oper werden, die Uraufführung soll für Februar 2011 geplant sein.

Was bedeutet aber der Nordische Literaturpreis in Deutschland? Kurzfristig offenbar wenig. Während in Skandinavien die Kulturseiten in diesem Tagen überquellen mit Berichten über Oksanen und ihr Werk, hat die nordeuropäische Kultur in diesen Tagen des langsam aufkommenden lange herbeigesehnten Frühlings offenbar wenig Freund/innen. Na gut, der Preis wird erst im November verliehen, aber ist das ein Grund, warum nicht einmal die Nachricht über die Verleihung Platz in den deutschen Medien findet? Bisher war nur eine kurze Meldung in der Süddeutsche Zeitung zu finden. Eine Kurznachricht findet sich immerhin noch bei der Berliner Literaturkritik und der Märkischen Oderzeitung.  Oder wir suchen noch weiter südlich, "Nachrichten.ch" ist es eine Meldung wert, ebenso in der Südostschweiz, den "Salzburger Nachrichten" oder dem "Standard". Auch das "Liechtensteiner Vaterland" druckt noch die Agenturmeldung ab. Die großen deutschen Feuilletons bereiten sich noch die großen Sonderseiten vor, oder? Bis November wäre noch Zeit. 

Ebenso Zeit wäre für Buchübersetzungen. Keiner der drei Romane von Sofi Oksanen ist bisher ins Deutsche übersetzt. Aber siehe da: Kiepenheuer & Witsch kündigt das Buch unter dem Titel "Fegefeuer" bereits für Herbst 2010 an, in Übersetzung von Angela Plöger.

mehr zum Inhalt von "Puhistus" bei World Literature Forum (engl.)
Beitrag zum Buch in Helsingin Sanomat (engl.)
Informationen zu Sofi Oksanen bei WSOY (engl./finnisch)
Beitrag zu Sofi Oksanen bei NRK (norwegisches Radio)
Beitrag in AFTONPOSTEN (Norwegen)
Beitrag bei "Information.dk" (dänisch)
Eesti Päevaleht (estn.)
ATN (Litauisch)
ausführlicher Beitrag in POLITIKEN (dänisch)
Mitteilung "Kiepenheuer & Witsch" zur Neuerscheinung "Fegefeuer" 
Finn-land.net (deutsch)
Kritik zum Theaterstück "Fegefeuer" bei NACHTKRITIK
Maimu Berg zu Sofi Oksanen (Eesti Päevaleht, estn.)
Sofi Oksanen im Interview mit PÄRNU POSTIMEES (2009, estn.)

Montag, Dezember 14, 2009

Estnisches aus finnischer Sicht

Wer deutschsprachige Informationen zu Estland sucht, dem wird vielleicht in letzter Zeit auch der zunehmend aktiver werdende Dienst des Portals "finn-land.net" aufgefallen sein. Von Südfinnland aus privat betrieben, mit Firmenzentrale in Birmingham, kommen bei "Finn-land.net" zunehmend mehr Estland-Nachrichten rein. Vielleicht liegt es ja auch an der Mitarbeit von Berthold Forssman, der zumindest als Estnisch-Kundiger den Estland-Freund/innen kein Unbekannter sein dürfte.

Estnische Arbeitsmigranten in Finnland
Leben schon 35.000 Estinnen und Esten in Finnland? Das ist eines der Themen bei "Finn-Land.net", dessen Beiträge bisher kostenfrei im Netz zu lesen sind. Mit besonderer Sorge würden estnische Behörden die Abwanderungen von Fachleuten im Gesundheitswesen sehen. Dazu passt die bei AFP  schon vor Wochen verbreitete und zur Weihnachtszeit passenden Kurzmeldung über Zeitungsannouncen in Estland, mit denen Weihnachtsmänner in Finnland gesucht werden. In einem Bericht der FAZ zum Thema "Pflegehilfe in Finnland" stellt sich die Sitation allerdings schon ein wenig anders dar.  „Es lohnt sich nicht, in Nachbarländern wie Estland Arbeitskräfte zu rekrutieren. Diese Länder werden ähnliche Probleme haben wie wir“, sagt hier die Vertreterin einer Personalagentur, die hinzufügt, dass es bei älteren Menschen in Finnland auch wegen der Kriegserlebnisse schwerig sei, von Russen gepflegt zu werden. 

In Finnland werden Pflegekräfte aus den Philippinen angeworben: "Die Philippinen haben einen Überschuss an ausgebildeten Krankenschwestern, die offizielle Sprache ist Englisch, und sie können sehr gut mit älteren Menschen umgehen“, so heisst es hier. Aber die FAZ zitiert auch Aussagen wie diese: "„Hier ist es kalt, dunkel, es ist teuer, und die Sprache ist sehr schwer zu erlernen.“ Nicht ohne hinzuzufügen, dass den Phillipinos die Bedeutung einer Sauna immer noch ein Rätsel sei, und das finnische Essen auch etwas mehr Gewürze vertragen könne. 
Mal sehen, wie das weitergeht, die Wege aus der Wirtschaftskrise werden es sicher prägen.

 Kulturhauptstadt am Horizont
Gerade geht das Kulturhauptstadtjahr 2009 für Vilnius zu Ende, da steht Tallinn 2011 schon am Horizont bereit. Nun wird, wie wohl inzwischen überall üblich, der Kampf zwischen den realen Verhältnissen und der virtuell organisierten Eigenwerbung ausgetragen. Bei Vilnius 2009 hatte die Wirtschaftskrise voll zugeschlagen, und auch bei Tallinn 2011 ist inzwischen immer wieder von Kürzungen die Rede. Finn-land.net berichtet der Stadtrat Tallinn habe die Mittel für 2010 auf die Hälfte zusammengeschmolzen. Aber schon im März diesen Jahres hatte Mikko Fritze, Projektleiter bei "Tallinn 2011", Budgetschwierigkeiten vorausgesehen (Kleine Zeitung 4.3.09)

Ob wir davon auch bald auch auf Diskussionsseiten zur Kulturhauptstadt Tallinn lesen werden, oder ob mit den begrenzten Mitteln lediglich eine verlängerte Tourismuswerbung betrieben werden wird - mal sehen. Im Netz steht heute zu lesen: noch 382 Tage.

Freitag, September 12, 2008

Ein Finne hat ein Buch geschrieben

Ein Buch über Estland. Ja, sowas kommt vor. Er hat kein gutes Bild von Estland. Warum? Das kann man begründen. Macht er auch.
Und weil das Buch nun auch im deutschsprachigen Internet bekannt wird, greife ich einen Punkt heraus, der mir nicht gefällt.
Ich meine nicht, dass er prognostiziert, dass Estland möglicherweise in 10 Jahren nicht mehr als unabhängiger Staat existieren wird.
"Estland in zehn Jahren Teil der Russischen Förderation" Der Standard, Österreich
Die Menge der Kommentare ist beachtlich.

Was mich ärgert, sind herangezogene historische Parallelen, die immer an der Oberfläche beim Halbwissen steckenbleiben.
Bäckman sieht in der Vorherrschaft einer kleinen, nationalistisch geprägten Elite, die das Land mit der falschen Politik in den Untergang führt, Parallelen zu den 1930er Jahren, als das Land unter Präsident Konstantin Päts, der nicht umsonst im heutigen Estland eine unantastbare Ikone ist, autoritär regiert wurde.

Batz! Estland eine Diktatur.
Die Mathematik geht immer auf:
Päts = Diktator
Hitler = Diktator
Stalin = Diktator
Ist doch egal, ob Estland besetzt wurde oder nicht, kommt auf dasselbe raus.

Und da mache ich den offiziellen Webseiten, die Estlands Geschichte darstellen sollen, den Vorwurf: Ihr bringt nur Geschichtsfetzen.
Bei der Internetrecherche fällt auf: es fallen kaum Namen wie Juhan Kukk, Jaan Tõnisson,
Begriffe wie "Era of silence", Andres Larka und Artur Sirk müssten erwähnt werden, denn sie waren der Auslöser für die autoritäre Präsidentschaft von Konstantin Päts:
Der Estnische Bund der Freiheitskämpfer (est.: Eesti Vabadussõjalaste Liit, EVL) war eine estnische quasi-faschistische politische Partei. Die Mitglieder des Bundes wurden im Volksmund Vapsid genannt. Er gilt als die einzige faschistische Partei weltweit, die bei Parlamentswahlen die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen erringen konnte. Charismastischster Politiker des Bundes und Vorsitzender war Andres Larka.


Der Bund wurde 1920 von Artur Sirk als Interessenvertretung ehemaliger Soldaten gegründet. 1933 trat der Bund in einem Referendum dafür ein, das parlamentarische Regierungssystem durch ein präsidentielles Regierungssystem zu ersetzen und legte so den Grundstein für die Präsidentenwahl im April 1934, für die er sich gute Siegchancen versprach. Am 12. März 1934 kam ein vorsorglicher Staatsstreich diesen Bestrebungen zuvor. Über den Bund wurde ein Parteiverbot verhängt, im Dezember 1935 löste er sich schließlich auf.
Wikipedia
Estnischer Bund der Freiheitskämpfer

Wo sind detaillierte Darstellungen der Bestrebungen 1938 und 1939, zur normalen parlamentarischen Demokratie zurückzukehren? Wo sind Pressezitate von damals (bitte nicht nur Estnisch)? Die Diskussionen um die Verfassungsänderung 1938.
Jaan Tonisson
Das Jaan Tõnisson Denkmal in Tartu, das Todesjahr unbekannt, nach der sowjetischen Okkupation.
Noch während der sowjetischen Besetzung Estlands im Sommer 1940 versuchte Tõnisson, bei den kommunistischen Scheinwahlen demokratische Gegenkandidaten aufzustellen. Im Dezember 1940 wurde er vom NKWD verhaftet. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt. Nach Vermutungen wurde er im Juli 1941 durch den NKWD erschossen.


Und genauer müsste noch untersucht werden, inwieweit die Geheimniskrämerei der estnischen Politiker während der Verhandlungen mit der Sowjetunion 1939 zum Untergang der Estnischen Republik beigetragen haben. Mangelnde Transparenz. Die Öffentlichkeit hatte kaum einen blassen Schimmer, mit ein Grund , warum die Estnische Republik so sang und klanglos unterging. Finnland hat bekanntlich anders reagiert. Da waren schon ehemalige estnische Offiziere auf dem Weg ins Ausland. Die zurückgeblieben Militärs haben die sowjetische Besatzung dann zum großen Teil mit dem Leben bezahlt. Trotz Nichtstuns.

Mittwoch, Januar 30, 2008

Ein Foto aus dem Jahr 1918

Im Ersten Weltkrieg stießen in Osteuropa die Armeen Russlands mit denen des Deutschen Reichs und Österreich-Ungarns aufeinander. Bis 1917. Die Revolution in Russland folgte. Bis dahin hatten die Deutschen schon Lettland erreicht, im Kriegsjahr 1918 Estland und Finnland.
In unserer Blogroll sind zwei Links auf WWI-Fotos, die wir online zugänglich gemacht haben. Im zweiten Teil dieser WWI Fotoserie ist eine Szene Nahe Helsinki festgehalten. Das Foto hat einige bemerkenswerte Kommentare hervorgerufen, die den Ort der Aufnahme betreffen. Nur auf das Bild klicken und man landet bei der neuesten Entdeckung von Timonoko.

Montag, Oktober 30, 2006

Jade Warrior - Der Film

Gerade war eine chinesische Delegation in Estland. Das Übliche: Zusammenarbeit fördern, Tourismus ausbauen und Beziehungen pflegen. Da wird es Zeit auf eine konkrete Zusammenarbeit hinzuweisen. Das internationale Filmgeschäft macht es möglich. So wurden zum Beispiel die Wald, Winter- und Herbstszenen von House of Flying Daggers in der Ukraine gedreht. Ähnlich liegt es bei Jade Warrior. Eine finnisch-estnische und chinesische Coproduktion. Der Stoff des Films führt ebenfalls diese zwei verschiedenen Kulturen zusammen. Die finnische und estnische Mythologie haben gemeinsame Wurzeln. Sozusagen ein sino-finnisches KungFu-Epos:
Jade Warrior is an epic love story about battle between good and evil. It combines fantasy and kung fu and takes its inspiration in Finnish folk lore compilation known as The Kalevala. The film connects Finnish and Chinese mythology. The events take place in two different times and places: in modern Finland and in ancient China.

Und weiter ist zu lesen:
Matias Aleksanteri Castrén, a researcher of Ural languages and ethnography, found in the 19th century clear connections between Asian and Finnish stories. The clearest common factor was the myth of the Sampo. Castrén’s writings told of an ancient Tibetan temple named Sang fu, which in English means “the fountain of all happiness”. In Mongolian, sangfu is pronounced in a manner very familiar to Finns: ’sampo’. The Sampo myth is also a central element in Jade Warrior, the film produced by Blind Spot Pictures. The story brings together Finnish mythology and Chinese legend as the Finnish protagonist’s, Kai Pelkonen’s, life is interwoven with the fate of the Chinese Sintai Seng Pu. In this way, Jade Warrior interprets the Kalevala in it is own way and is inspired by Castrén.

Mittwoch, Oktober 18, 2006

Wo endet Skandinavien? 3.Teil

Zurück zur Ausgangslage. Wenn Estland sich als "Norden" oder als Teil Skandinaviens betrachtet, dann geht der Blick zuerst nach Finnland, nicht nach Schweden. Der Präsident Lennart Meri hat das im Jahr 2001 mit einem historischen Rückblick unterstrichen, in einem Seminar an der Universität Helsinki:
When Finland turned to the Royal House of Sweden with the request to establish a university in Finland, a reply came from Stockholm saying that the university had already been founded - in Tartu. Today, the Finns see this answer as arrogance on the part of a greater power, but this is not the case. At the time, language boundaries were much lesser between Estonia and Finland, and the Gulf of Finland was seen as a connecting factor, ''the axis of our life'', to quote a Finnish classic. Also Lönnrot visited Estonia in the hope of creating a common literary language with Estonia. The concept of the Baltic Sea region as an integral, Europe-oriented region was strengthened both in Estonia and in Finland in the nineteenth century.


Wie sieht es gegenwärtig aus zum Thema politischer Integration in Europa:
Norwegen in der Nato , aber EU-Verweigerer, kein Euro
Schweden nicht in der Nato, EU, aber kein Euro
Dänemark in der Nato, EU, aber kein Euro
Finnland nicht in der Nato, EU und Euro
Island in der Nato, nicht in der EU, kein Euro
Untereinander haben diese Länder allerdings zum Teil eigene Abkommen.

Estland in der Nato, in der EU, Euro-Anwärter

Und südlich von Helsinki wollen einige einen dicken Trennungsstrich ziehen.

Sonntag, Oktober 15, 2006

Wo endet Skandinavien?

Was passiert, wenn ein Blog sich um Estland dreht und der Untertitel lautet: "A blog about the world's only post-communist Nordic country." Alt-Skandinavier,zu denen demnach bestenfalls noch Finnen dazugehören, fühlen sich auf den Schlips getreten. Einverstanden, es gibt Dinge, die lassen Estland skandinavisch erscheinen, andere weniger. Über diese Grenzziehung lässt sich ausserdem hervorragend streiten, wie hier.
Und um die Verwirrungen der 90er aufzugreifen, hier ein Flaggenentwurf für Estland, anlehnend an Island, Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen und einigen Regionalflaggen.

Und hier die Quelle von 1997.




Wer Gefallen an einem erweiterten Skandinavien findet, kann sich hier inspirieren lassen:

Freitag, September 01, 2006

KUMU


KUMU
Originally uploaded by mightymightymatze.
Auf der Seite von Phil, sein Blog finlandforthought ,gibt es zur Zeit eine heftige Debatte über Vorurteile der Finnen gegenüber den benachbarten Esten. Ich hatte eigentlich schon eher mit sowas gerechnet. Der Gegensatz wird natürlich im Internet mehr überspitzt als die normalen Verhältnisse tatsächlich sind. Zum Beispiel: Das Estnische Kunstmuseum wurde von einem finnischen Architekten entworfen.