Ist Estland eigentlich "baltisch"? Die estnische Sprache ist ja dem Finnischen ähnlich (finno-ugrisch), und das sogenannte "Baltikum" ist sowieso ein Behelfsbegriff ohne Grundlage. Noch viel zu wenig ist in Deutschland bekannt über Kultur und Geschichte, über Politik und Gesellschaft in Estland. Die jungen Europäer in Deutschland und Estland werden die Zukunft prägen! Wir rufen auf zur Diskussion.
Posts mit dem Label Fähre werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Fähre werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Montag, Oktober 18, 2010
Neues (Altes) von der Estonia
1994 sank die Estonia in einem Herbststurm in der Ostsee. Da es sich um eine Fährverbindung mit vielen Passagieren handelte wurde Ursachenforschung betrieben. Aber nicht genug. Deshalb kommt das Thema immer wieder auf den Tisch. Während man bei Flugzeugunglücken nach jedem noch so kleinen Detail sucht, wurde eines der vermeindlichen Teile, die die Katastrophe mit verursacht haben sollen, einfach ins Meer zurückgeschmissen. Dieses Verhalten wird nun mit dem immer wieder neuen Aufrollen das Falls bestraft.
Der Untersuchungsleitende der estnischen Kommission zählt im Magazin The Naval Architect die drei fehlenden Analysen auf. Davon vielleicht am Wichtigsten: die fehlende Untersuchung des gesamten Rumpfes.
In depth - Damage stability
Key Estonia questions
ausserdem Anders Björkman
Sinking of Estonia, an industry failure
Anders Fisher
Estonia failure was regulatory
Update: Die Seiten sind nicht direkt zu verlinken, man muss mit der ersten Magazinseite beginnen. Ab Seite 28 das Thema Estonia.
1994, FAZ Schlagzeile: ... Ursache unklar ...
Labels:
Estland,
Fähre,
M/S Estonia
Donnerstag, April 06, 2006
M/S Estonia - 12 Jahre nach dem Untergang
Zeitungsartikel aus den Jahren 94/95 mit den alten Schuldzuweisungen. Die Untersuchungen gehen mittlererweile in eine andere Richtung.
1994 geschah eine der "größten Schiffskatastrophen" der Nachkriegszeit mit dem Untergang der M/S Estonia in der Ostsee während eines Herbststurms. Bald begann die Ursachenforschung des Unglücks. Schon mit den ersten Nachrichten gab es Schuldzuweisungen. Gegen den deutschen Schiffsbauer, das Wartungsteam, die Crew, die schwedischen Kontrollbehörden, grundsätzlich Bedenken gegen den Bautyp RORO-Fähren, deren Ladeluken in der Nähe des Meeresspiegel öffnen. Eine offizielle Kommission wurde von den betroffenen Staaten eingesetzt. Doch deren Abschlußbericht wurde immer wieder angegriffen. Private Untersuchungen wurden angestellt, sogar eine Tauchexpedition zum Wrack organisiert. Jutta Rabe, die deutsche Journalistin und ihr Buch zum Untergang der Estonia, wurden vor allem bei uns bekannt. Aber international ist auch der schwedische Schifffahrtsexperte Björkman dabei. Hier seine detaillierten Darstellungen in jüngster Zeit.
Nun ist die Sache aber in Estland wieder auf Regierungsebene gelandet. Im März wurde ein Report einer Expertenkommission erstellt und im April veröffentlicht, der die schwachen Stellen des Untersuchungsberichts auflistet. Die Akten werden noch nicht geschlossen.
Update 13.04.: Wie geht es weiter? Die Frankfurter Rundschau berichtet hier.
Labels:
Fähre,
M/S Estonia
Freitag, März 18, 2005
Der Untergang der M/S Estonia wird neu untersucht
Wieder gab es in Schweden eine große Debatte über die Ursachen der "Estonia-Katastrophe". Diesmal wurde die Sicherheitsagentur Vinnova beauftragt, den schnellen Untergang der Fähre Estonia erneut untersuchen zu lassen.
Damit haben sich die Kritiker des offiziellen Berichts der ehemaligen multinationalen Untersuchungkommission durchgesetzt. Nun wird auch von schwedischer Regierungsseite auf den Vorwurf eingegangen, dass das schnelle Sinken der Ostseefähre im September 1994 auf dem Weg von Tallinn nach Stockholm nicht ausreichend geklärt werden konnte. Besonders die technischen Begründungen für das massive Eindringen des Wassers und die dazugehörigen Simulationen werden jetzt neu analysiert und auf den Prüfstand gestellt werden müssen.
Wer sich ein Bild über die Kritiken an dem damaligen Kommissionsbericht machen will, klickt hier.
VINNOVA får uppdrag om Estonias sjunkförlopp
Regeringen har den 17 mars beslutat att VINNOVA, i egenskap av ansvarig myndighet för sjösäkerhetsprogrammet, skall beställa ett forskningsprojekt som avser en studie av sjunkförloppet av M/S Estonias förlisning.
Damit haben sich die Kritiker des offiziellen Berichts der ehemaligen multinationalen Untersuchungkommission durchgesetzt. Nun wird auch von schwedischer Regierungsseite auf den Vorwurf eingegangen, dass das schnelle Sinken der Ostseefähre im September 1994 auf dem Weg von Tallinn nach Stockholm nicht ausreichend geklärt werden konnte. Besonders die technischen Begründungen für das massive Eindringen des Wassers und die dazugehörigen Simulationen werden jetzt neu analysiert und auf den Prüfstand gestellt werden müssen.
Wer sich ein Bild über die Kritiken an dem damaligen Kommissionsbericht machen will, klickt hier.
Labels:
Fähre,
M/S Estonia
Abonnieren
Posts (Atom)


