Ist Estland eigentlich "baltisch"? Die estnische Sprache ist ja dem Finnischen ähnlich (finno-ugrisch), und das sogenannte "Baltikum" ist sowieso ein Behelfsbegriff ohne Grundlage. Noch viel zu wenig ist in Deutschland bekannt über Kultur und Geschichte, über Politik und Gesellschaft in Estland. Die jungen Europäer in Deutschland und Estland werden die Zukunft prägen! Wir rufen auf zur Diskussion.
Freitag, März 29, 2013
Das Maß der Freiheit
Die lettische Rechnung sieht so aus: vom 18.11.18 bis zum 17.6.1940, als die Rote Armee Lettland besetzte, vergingen ebenso viele Tage (7884) wie vom 21.8.1991 bis zum 20.3.2013. Genau am 21.März 2013 verging also ein Tag mehr - der Eintritt in die zeitlich längste Periode der lettischen Unabhängigkeit.
Die Esten rechnen aber anders:
Am 24.Februar wurde ein "Manifest der Bürger Estlands" als Unabhängigkeitserklärung aufgesetzt und verkündet. Aber schon am folgenden Tag besetzten Truppen des Deutschen Reichs Tallinn - die Freiheit Estlands dauderte also zunächst nur .... einen Tag.
Erst am 11.November 1918, als Wilhelm des Ersten Deutsches Reich endgültig zusammenbrach, konnte Estland die Erklärung vom 24.Februar voll umsetzen - erklärt uns das estnische Ministerium heute. An diesem Tag kam die estnische Regierung ins Amt, die Ministerien begannen ihre Arbeit.
Das Ende dann am 17.Juni 1940 abrupt, als in Folge des Hitler-Stalin-Pakts Truppen der Roten Armee Estland besetzten - nach 7889 Tagen des freien Estlands.
Am 27.März 2013 seien genau diese 7889 Tage wieder erreicht gewesen - so die Diplomaten-Mathematiker des Außenministeriums - plus ein Tag. Also sei der 27.März 2013 der Tag, der die bisher längste Freiheitsperiode Estlands gekennzeichnet habe.
Immerhin wurde einiges unternommen, um diesen Tag besonders zu begehen. Es wurde ein offizieller Beflaggungs-Tag ausgerufen, an allen Schulen stand das Thema auf dem Lehrplan, mittags läuteten Kirchenglocken, und früh morgens habe es in mehreren estnischen Städten Gesangsvorführungen gegeben. Ob es auch eine Rolle spielte, dass Estland "fünf Tage mehr Freiheit" bekannt geben konnte? (allerdings auch erst ein paar Tage später). Vorerst werden dann also für den gegenwärtigen Zeitraum die estnischen und lettischen "Freiheitslängenrechnungen" angeglichen. Womit die Politik wieder zu wichtigeren Themen übergehen könnte ...
Mittwoch, März 27, 2013
Trojanisches Hotel, oder Botschaft der Freiheit?
(Trailer zu einem neuen Dokumentarfilm zum Hotel Viru in Tallinn)
Produktionspartner des Films in Estland ist "Amrion Productions", die nach Projekten wie "Poll", und die "Lotte"-Kinderfilme sich auch in Deutschland einen Namen gemacht haben sollte. "Oratorium für Hotel Viru" (Oratoorium Viru hotellile) lautet offenbar der Arbeitstitel für das erst kürzlich abgeschlossene Projekt, aber es ist englisch auch von "Embassy for freedom" als Filmtitel zu lesen. Für das Drehbuch des 79min-Streifenbs zeichnen Margit Kilumets und Taru Mäkelä verantwortlich, das Produktionsbudget belief sich auf 289.000 Euro. Die Hotels der Sokos-Hotelgruppe, zu denen das "Viru" heute gehört, haben bereits die Möglichkeit des Kaufs der Doku auf DVD in allen angeschlossenen Hotels angekündigt.
Vorberichte in finnischen Medien verheißen interessante Einblicke ins sowjet-estnische Leben damals, die der Film aufgreift. Ein Beispiel: der Hoteldirektor erzählt aus dem Jahr 1984, als Moskau entschied die Olympischen Spiele in Los Angeles zu boykottieren. "Das sowjetische Fernsehen zeigte also nichts von der Olympiade. Also reiste fast die gesamte Moskauer Elite ins Viru-Hotel nach Tallinn, wo das finnische Fernsehen bequem zu sehen war!"
Info der Sokos-Hotelgruppe zum Film / Info zum Film (bisher nur Finnisch)
Kinosto Ltd. / Amrion Productions / Interview mit Taru Mäkelä (finnisch) / Filmtrailer (finnisch)
Montag, März 25, 2013
Estland demnächst völlig schwerelos
![]() |
| 21.Januar 2013: im Rahmen einer Presseveranstaltung im Fernsehturm Tallinn wird "EstCube-1" verpackt für die große Reise ins Schwerelose |
Das im Umfang relativ kleine Ding (10x10x11cm) soll im All die elektrischen Kräfte der geladenen Teilchen des Sonnenwindes nutzen. Sternförmig um eine Raumsonde ausgebrachte Kupferdrähte werden
elektrisch aufgeladen und stoßen gleichgeladene Plasmateilchen ab. Die
Sonde bekommt dadurch einen Impuls. Diese "Sonnensegel"-Theorie geht zurück auf den finnischen Forscher Pekka Janhunen. Bisher wurde diese errechnete, mögliche Funktionsweise offenbar noch nicht in der Praxis nachgewiesen. EstCube-1, die bereits im April 2013 mit der nächsten ARIANE-Vega-VV02-Mission ins All befördert werden soll, befindet sich inzwischen bereits startbereit in Französisch-Guyana. ![]() |
| Nein, diesmal kein neue Variante eines Rubiks-Würfels: diese estnische Innovation soll nicht Rätsel aufgeben, sondern helfen sie zu lösen |
Dabei steht die Idee im Vordergrund, unter Nutzung der Energie der Sonnenwinde, sich im Weltraum nahezu frei bewegen zu können. Roland Rischer schätzt in seinem Beitrag dass ein solches "E-Segel" über 100 Metalldrähte von etwa 20km Länge verfügen müsste, um in diesem Sinne zu funktionieren.
Roland Rischer: "Drahtlos war einmal" (Raumfahrt.net) / ERR 1.2.2013 / Video von der Presseveranstaltung (Ohtuleht) / Pressemitteilung ARIANESPACE / EstCube Homepage
Die Projektvorstellung im hochauflösenden Rundumblick / Studentenblog der Uni Tartu
Freitag, März 22, 2013
Pilzsuche populär
"Seenelkäik" ist gegenwärtig das Stichwort für alle Kinoliebhaber in Estland - zumindest unter denjenigen, die einheimische Produktionen erfreuen. 73712 Zuschauer haben den mit Ironie und trockener Satire gespickten Film des Regisseurs Toomas Hussar bereits 2012 gesehen, das gab das Estnische Filminstitut bekannt."Eestlanna Pariisis" - "Eine Estin in Paris" landete auf Platz 2 der estnischen Popularitätsstatistik, der neue Film von Ilmar Raag, der mit "Klass" einen großen Filmerfolg landete. Hier sind neben der großartigen Jeanne Moreau auch Laine Mägi, Patrick Pineau und Ita Ever zu bewundern (siehe Trailer). Während es in Deutschland noch so gut wie gar meine Rezeption dieses Films gibt (ob in Frankreich, weiß ich nicht), ist in Estland dieses französisch-estnisch Verhältnis bereits auf DVD zu haben.
Auch die Verfilmung des Sofi Oksanen Romans ""Puhastus" (Fegefeuer), ein Buch das allein in Estland 17.000 mal verkauft wurde, ist nun auch als Film in Estland bereits sehr populär. Anfang September 2012 feierte das 2-Stunden-Epos von Regisseur Antti Jokinen in Tallinn Premiere, der von Solar Films produziert wurde.
Sofi Oksanen wird nun am 10.April in Stockholm auch den "Nordic Price", einen Buchpreis der Schwedischen Akademie erhalten. Gleichzeitig wurde angekündigt, dass ihr neuestes Werk mit dem Titel "Als die Tauben verschwanden" dann auch bereits in Norwegen, Schweden und Dänemark erscheinen wird. Da steht doch bereits eine weitere deutsche Übersetzung auf der Wunschliste ... ! (ist bei Kiepenheuer & Witsch für Herbst 2014 angekündigt)
Beim GoEast-Filmfestival in Wiesbaden Mitte April 2013 werden sowohl die Estinnen in Paris wie auch die Pilzsammlersatire zu sehen sein (siehe Programm).
Samstag, März 02, 2013
Rückblick auf die Feierwoche

Estland als Erdbeerfeld - ein Zeichner des ERR fand diesen Vergleich offenbar am auffälligsten an der Rede des estnischen Präsidenten. Ursprünglich und klein, schwer zu finden und manchmal für diejenigen, die nicht wissen wie, auch schwer einzuschätzen - eben wie ein wildes Erdbeerfeld (voller Redetext englisch hier). Nun werden die meisten, die schon mal die kleinen, aber sehr süßen Walderdbeeren gefunden und probiert haben, vermutlich eher zufrieden sein mit diesem Vergleich. Selbstbewußtsein hat sich in Estland noch selten gepaart mit Prahlerei.
Andererseits erzeugte Meelis Kaldalu, ein Journalist und Künstler, erhebliche Aufmerksamkeit beim festlichen Empfang des Präsidentenpaares allein durch seine Verweigerung des Handschlags mit Evelina Ilves, der Präsidentengattin. Trotz sehr zögerlicher Berichterstattung mancher Medien - die wohl meinten sowas gehöre eher in die "Yellow-Press"-Abteilung - tauchte Kaldalu dann in manchen Berichten als "Studentenführer", in anderen als "Mitglied der estnischen Piratenpartei" auf. Das ließ das Publikum ebenso aufmerksam werden wie Kandalus Äußerung, Frau Präsidentin benehme sich wie eine "Marie Antoinette Estlands".
Also doch Estland nicht nur einfach ein bescheidenes Erdbeerfeld? Offenbar nicht für alle. Ein Fernsehsender suchte und fand des "Sünders" 92jährige Großmutter, die sich geschockt zeigte vom ihrer Ansicht nach unpassenden Benehmen des Piratenenkels. Erstaunlich dass auch die Parteispitze der Piraten sich distanzierte - offenbar nicht wirklich glücklich ob dieser Chance zum ersten Mal von sich reden zu machen. Wer sich die Ausschnitte der Aufzeichnung ansieht, staunt vielleicht über die fast zwei Stunden lange Direktübertragung der Vorstellungsrunde beim Präsidentenpaar. Die Namen jeweils von einem Moderator laut angekündigt - es wirkt wie ein Beweis dass Kleidungsfragen und Politik manchmal eng vermischt werden. Warum es nicht wie Kaldalu als Bühne nutzen? Auch in der Demokratie, die ja immer die Freiheit der Meinungsäußerung betont ist es wohl erlaubt nicht einfach damit zufrieden zu sein, den Herrschenden nicht einfach als Staffage dienen zu müssen. Aber Kaldalu war wohl selbst etwas erschrocken ob der großen öffentlichen Wirkung seiner kleinen Geste - so lesen sich manche seiner nachgereichten Erläuterungen (z.B. delfi.ee). Fernsehsender TV3 dagegen greifen die 30 Sekunden seines Nicht-Händedruck gern auch mehrfach in Super-Zeitlupe auf.
Aber auch andere Schlagzeilen wirken nicht wie Geburtstagsglückwünsche. Laut einer neuen Umfrage könnten sich 37% aller Estinnen und Esten vorstellen, innerhalb der nächsten 6 Monate eine Arbeit im Ausland zu suchen. Laut Berechnungen des ERR würde, wenn das wahr würde bedeuten, dass 365.000 der 988.000 Menschen im arbeitsfähigen Alter Estland verlassen würden. Nach Zahlen von Eurostat hatte Estland auch im Januar 2013 mit 3,7% die höchste Inflation in der gesamten Eurozone. Estland, klein und schön - aber Walderdbeeren pfücken allein bringt es wohl auch nicht.
Von den estnischen Geburtstags-veranstaltungen in Deutschland wurden keine weiteren Handschlag-Verweigerungen bekannt. Zwischen dem 22.2. und 27.2. trafen sich Estland-Freundinnen und -Freunde in Frankfurt, Hamburg, München, und Karlsruhe. In Berlin empfing Botschafterin Dr. Kaja Tael zahlreiche Gratulationsgäste im Gebäude der estnischen Botschaft.
Von Deutschland aus gesehen hat Estland im Moment kaum Imageprobleme: brav drucken die deutschen Zeitungen die von estnischen Tourismusagenturen vorformulierten Meldungen über Eisstraßen und Saunamarathon nach - Estland, ein lustiges, gemütliches Land an der nord-östlichen Ostsee. Wer am 24.Februar in Tallinn die Feierlichkeiten mitverfolgte, könnte höchstens über die estnische Art der Zelebrierens kritisch anmerken: während die Litauer einen Nationalfeiertag haben an dem sie auch die Flaggen der Nachbarn aus Lettland und Estland ehren, während in Riga am 18.November viele emotionale Lieder erklingen und die Menschen sich an den Händen fassen, da paradiert in Estland das Militär eine Stunde lang am Präsidenten vorbei. Fast wie in Moskau - nur kleiner natürlich, jeder Jeep und jede Kanone werden vorgezeigt. In sofern schade, dass hier in der Kälte des Februar gefeiert wird - im Mai oder Juni wären auch die Esten vermutlich zu etwas Fröhlicherem fähig!
Sonntag, Februar 24, 2013
Estland wird 95
Die Republik Estland wird 95
Montag, Februar 11, 2013
Pühajärve
Winterzwischenstand Anfang Februar am Pühajarve im Südosten Estlands.
Dienstag, Januar 29, 2013
Alles klar Uwe!
Samstag, Januar 26, 2013
Umfragen sehen Opposition vorn
Dienstag, Januar 22, 2013
Einsteigen zum Test!
![]() |
| Ob Bus und Straßenbahn nun den Tallinnern sympathischer werden - wo jeder die Linien bis zur Endstation ausnutzen kann? |
In den Leserforen derselben Zeitungen fallen die Bewertungen etwas krasser aus: die positiven Stimmen loben das Vorbild und beobachten interessiert die Entwicklungen in Tallinn, heben auch die dem Verkehrsexperiment vorangegangene Volksabstimmung in Tallinn hervor.
Negativ äußern sich meist Autofahrer, die derartige "Gängelung" als Einschränkung des Autoverkehrs ablehnen. Manche scheinen auch jeglichen Kostenlos-Dienstleistungen der öffentlichen Hand zu mißtrauen und werten die Tallinner Kostenlos-Busse als "Wärmestube für Penner" ab. Andere meinen in der estnischen Maßnahme auch Bekanntes aus der DDR-Vergangenheit zu entdecken und meinen "am Ende hat der Staat nichts mehr zu verteilen und geht pleite".
174.000 Menschen in Tallinn sollen in den ersten zwei Wochen den neuen Service bereits genutzt haben, dazu kommen auch 49.000 Rentner, die auch bisher bereits freie Fahrt hatten, und die auch nicht ihren Wohnort nachweisen müssen. 570 Fahrzeuge mussten in Tallinn zuvor mit entsprechenden Lesegeräten ausgestattet werden, Anschaffungskosten pro Gerät etwa 500 Euro, Instandhaltungskosten jährlich 760.000 Euro. Die städtischen Verantwortlichen gaben erste Schätzungen zur Entwicklung der ersten zwei Wochen Praxis ab: angeblich soll der private Autoverkehr um 10-15% ab, der öffentliche Verkehr um 6% zugenommen haben.
Dennoch gibt es auch kritische Nachfragen zur Tallinner "Null-Lösung" - auch innerhalb Estlands. Der Erfolg des Modells wird sich wahrscheinlich daran messen lassen müssen, ob zu diesen Fragen Lösungen gefunden werden können.
Das erste kritische Thema ist rein technischer Art. Die meisten Estinnen und Esten besitzen bereits einen elektronischen Personalausweis, eine kleine Chipkarte. Dennoch war es nicht möglich, die in Tallinner Bussen und Bahnen eingebaute Kontrollgeräte auf diese abzustimmen - es müssen neue E-Cards beantragt werden, die Ausstellung der sogenannten "Grünen Karte" (Ühiskaart) verursacht beim Kunden Kosten in Höhe von 3 Euro. Das widerspricht ein wenig der Strategie, den Bürgern möglichst viele Wege zu Ämtern und Nutzungsfunktionen einheitlich mit dem E-Ausweis zu liefern. Andererseits hätten die E-Ausweise Lesegeräte benötigt, während das neue System "kontaktlos" arbeitet, also den Chip auch aus einigen Zentimetern Entfernung bereits erkennt. Allerdings gibt es kein Foto des rechtmäßigen Eigentümers auf dem neuen Kärtchen - so dass für den Fall der Kontrolle weitere Identitätsdokumente mitzuführen nötig sind. "Mit Foto wäre die Produktion zu teuer geworden", so die Stadtväter.
Aber sogar der estnische Datenschutz hat sich schon kritisch gemeldet: es wurden "Datenlücken" entdeckt, offenbar war es Nutzern möglich, auch an Daten anderer Nutzer zu gelangen. Während bei anderen estnischen elektronischen Neuerungen von deren estnischen Erfindern oder Produzenten immer genüßlich erläutert wird, bei Exporten ihrer Produkte nach Deutschland seien spezielle "deutsche Lösungen" möglich - vermeintliche deutsche "Übergenauigkeit" beim Datenschutz. Diesmal sind die Probleme offenbar anders gelagert. Vize-Bürgermeister Taavi Aas hatte auf entsprechende Fragen kürzlich noch eine vielleicht etwas zu einfache Antwort parat: "Niemand wird die Daten manupulieren." (ERR 4.1.13)
![]() |
| Tallinn macht von sich reden - ob für oder gegen fahrscheinfreies Busfahren, Hauptsache die estnische Hauptstadt ist mal wieder Diskussionsgegenstand .... |
Eine andere Kritik setzt eher politisch an: mit kostenlosen Busfahrten wolle sich Bürgermeister Savisaar erstmal bei den anstehenden Kommunalwahlen die Wiederwahl sichern, meint die politische Opposition vor allem von der Reformpartei, die ja im nationalen Parlament den Regierungschef stellt. Und nach denn Wahlen müsse man dann sehen, ob noch Geld für die dringende Auffrischung des Fuhrparks übrig sei.
Der am meisten zum Tallinner Stadtverkehr interviewte Politiker ist gegenwärtig Vizebürgermeister Taavi Aas. Er rechnet so: von den etwa 417.000 Menschen die in Tallinn leben haben 5-10% ihren Wohnsitz hier nicht offiziell registriert. Pro 1.000 Neuregistrierungen würde die Stadt etwa eine Million Euro mehr an Steuern einnehmen können (ERR 25.10.12). Wessen Rechnungen aufgehen und welche nicht, vielleicht wird es schon der Verlauf des ersten Praxisjahres zeigen.
Infos:
Gebrauchsanweisung für die "Grüne Karte" / Ticketkauf online (vom Fahrschein über die Angellizenz bis zum Massagesessel!) /Aktuelle Fahrpreisinfos Tallinn / Infos zur Tallinn Card für Touristen /
laud - Das Winterhochwasser
Stand schon mal höher. Die Bäume dokumentieren das natürlich. Soomaa.
Mittwoch, Januar 16, 2013
POLL bei ARTE
Montag, Januar 14, 2013
Estlands Politikverdrossenheit
Samstag, Dezember 22, 2012
Viele Heimschläfer zum Jahreswechsel
Ist das nun eine Verbesserung (= mehr Arbeitsmöglichkeiten) oder eine Verschlechterung (= mehr Arbeitslose, die nur noch im Ausland eine Chance haben)? 61% aller Esten die im Ausland arbeiten zieht es nach Finnland (15.140 - 1.872 in Norwegen, 1.532 in Schweden, 1.357 in Russland, 732 in Großbritannien und 616 in Deutschland).
Innerhalb Estlands haben nur Tartu und die Hauptstadt Tallinn eine positive "Wanderungsbilanz". Ein Resultat scheint sicher: massive Landflucht! So schön in Estland die Natur ist - Frau Estin oder Herr Este kann sich wohl maximal noch ein Sommerhäuschen auf dem Lande leisten, falls das im Ausland verdiente Geld dazu reicht.
Mehr Infos
Mittwoch, Dezember 19, 2012
Ein Flirt per Bahn
![]() |
| Bald im Einsatz: Stadler-Züge in Estland |
Die Herstellerfirma meint zu ihren Zügen: "Die Breitspurzüge (1520 mm) wurden so konzipiert und hergestellt, dass sie der für Estland typischen strengen Winterbedingungen standhalten. Die Aluminium-Leichtbauweise und energiesparende Systeme ermöglichen dem Betreiber Elektriraudtee auch bedeutende Kostenersparnisse." (siehe DMM Travel)
![]() |
| Zugpräsentation mit Wirtschaftsminister Parts (Mitte): Wie oft er selbst Bahn fährt, war den Pressemeldungen nicht zu entnehmen |
85% der Investitionskosten in die neuen Elektrozüge, deren Wert etwa 80 Millionen Euro beträgt, werden vom EU-Kohäsionsfond finanziert. Die Dieselzüge dagegen werden durch einen Leasingvertrag finanziert.
STADLER hatte eine Ausschreibung zum Projekt gewonnen die 2010 durchgeführt worden war.
Die Firma "Elektriraudtee AS" betreibt gegenwärtig in Estland folgende Strecken mit einer Gesamtlänge von 131.6 km:
Tallinn - Aegviidu - Tallinn
Tallinn - Riisipere - Tallinn
Tallinn - Paldiski - Tallinn
Tallinn - Klooga-rand - Tallinn
Tallinn - Keila - Tallinn
Tallinn - Pääsküla - Tallinn
Die STADLER-Flirt-Züge sind bisher in 11 Ländern im Einsatz: der Schweiz, Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Ungarn, Algerien, Polen, Finnland, Norwegen und Weißrussland.
Details zu technischen Daten
Bericht estnisches Fernsehen
Donnerstag, Dezember 06, 2012
Binneneis
Der Winter schreitet im Inland voran. Auch die Ostseevereisung hat begonnen, wenn auch erst ganz im Norden.
Eismeldungen mit aktueller Karte beim finnischen itameriportaali.Montag, November 19, 2012
Heißes Eisen „Nordstream“
Samstag, November 10, 2012
Waben für die Schule
![]() |
| Foto: Baulinks.de / Rehau |
Infos: Baulinks / Rehau / Sirkel & Mall / Valga Kutseõppekeskus
Sonntag, Oktober 28, 2012
St. Olai im Oktoberlicht
Nicht nur in Deutschland ist vorübergehend Winter angesagt.
Das Foto stammt von Guillaume Speurt, der auch eine Art Reiseblog schreibt und dieses mit vielen Fotos versieht.
Freitag, Oktober 26, 2012
Der erste Schnee in Tartu
Wir hatten gerade von Herbst gesprochen, jetzt das.
Donnerstag, Oktober 25, 2012
The Arbiter
The Arbiter Trailer from Kadri Kõusaar on Vimeo.
Die offizielle Homepage: The ArbiterDienstag, Oktober 23, 2012
Kiiking-News aus Germany
(notice:
licence for the music is limited to users in Germany - please excuse possible inconvenience)
Freitag, Oktober 19, 2012
Ansip zweifelt - ein wenig
![]() |
| Abb. aus einer Werbebroschüre der "ALSTOM" |
Ansip sprach sich allerdings dafür aus, das AKW in Litauen trotz "ungünstig" verlaufener Volksabstimmung in Litauen dennoch zu bauen.
Donnerstag, Oktober 18, 2012
Es ist Herbst
Und das war wohl noch nicht der trübste Tag in Tallinn.



















