Montag, Juli 31, 2006

Reiseziel Narva

Die Esten waren gut ausgestattet, als sie im Juni in Osnabrueck fuer Narva warben. An Interessierte wurde eine CD-Rom verteilt, mit der man virtuell die alten Wehranlagen aus daenischer, deutscher, schwedischer und russischer Zeit besuchen kann. Das Gleiche gibt es aber auch im Internet. Ziemlich aufwendig sind die Panoramablicke mit wechselndem Sichtwinkel. Informationen und Fotos hier.

Samstag, Juli 22, 2006

Sportsommer

Wir haben es schon angekündigt, die Leichtathletik strebt ihrem Saisonhöhepunkt zu. Nicht gerade die populärste Sportart in Deutschland aber Begeisterung gibt es noch in Skandinavien. Der Speerwurf ist eine Sache, die zur Zeit nur unter Ostseeanrainern ausgefochten wird. Der Olympiasieger aus Norwegen, der estnische Weltmeister, der lettische Vizeolympiasieger und ... Tero Pitkämäki. Hier ein Eindruck, was es bedeutet die 90m Marke zu pulverisieren. Bitte auf den finnischen Kommentator im Video von Teros Homepage achten.

Mittwoch, Juli 19, 2006

Medien-Dschungel

Das ist eine gewöhnliche Nachrichtenagentur-Meldung, die sogar auf Deutsch veröffentlicht wird. Eine normale Pressemitteilung aus Russland:
Nach offizieller baltischer Geschichtsschreibung wurde die deutsche Besatzung während des 2. Weltkrieges von einer sowjetischen abgelöst. Beide Regime gelten bei den Balten als gleich verbrecherisch.


Ja, das ist ja klasse. Glatt vergessen, dass der deutschen Besatzung eine sowjetische vorausging. Sollte das der Stil sein, indem wir in Europa Nachrichtenmeldungen verbreiten, dann Gute Nacht.

Freitag, Juli 14, 2006

Ach, wie schön ist Pöltsamaa ...

"Die Heizölpreise sind auf Rekordhöhe, eine Strompreiserhöhung jagt die nächste - gut, wer da Alternativen kennt. Und weil es nie zu früh ist, sich mit Energie, ihren Problemen und Möglichkeiten zu beschäftigen" - so schreiben es Schülerinnen und Schüler der Leopold-Feigenbutz-Realschule in Oberderdingen bei Stuttgart auf ihrer Homepage.

Im Herbst 2005 ist das Projekt mit dem Namnen MIN-E-MAX gestartet, und neben anderen internationalen Schulpartnern nehmen auch Schulen in Estland und Litauen teil. Min-E-Max" heißt in diesem Falle: minimaler Energieeinsatz, maximaler Effekt.

Estnische Erkundungen: Wo sind wir hier eigentlich?

Im Mai 2006 besuchten einige Schülerinnen und Schüler ihre Partner in Estland. Eindrücke davon sind - wie sich das für ein modernes Schulprojekt gehört - auch in einem deutsch- und einem englischsprachigen Bericht im Internet nachzulesen.
Wo die estnischen Partner aber eigentlich herkommen, das läßt sich aus dem Bericht von
Nelli Gelbling und Saskia Mayer leider nur schwer herauslesen. Aber es wird wohl Pöltsamaa gewesen sein - wo es zumindest ein "Schloß" gibt, das wurde notiert. Leider gibt es wenig Informationen zu Estlands Energieversorgung (dass Kohtla-Järve auch ein Zentrum der Ölschiefergewinnung ist, wird nur im englischsprachigen Bericht kurz erwähnt). Aber mehr werden sich die Schüler ja vielleicht noch im Laufe ihres Projekts erarbeiten.
Eine schöne Reise wird es ja zumindest gewesen sein - auch wenn im Bericht immer wieder von "estischen" Schülern, von "Talin", und einmal sogar von den anderen
"Schülern aus Lettland" die Rede ist (wo kommen die plötzlich her?) Aber von "Leuten aus Lettland" ist öfter die Rede. Leider werden hier die Zusammenhänge nicht weiter erklärt.

Estnischer Schulalltag: Schlimmer als zu Hause?
Was fiel sonst in Estland auf?
"Der Unterricht war viel schlimmer als in Deutschland. Es war lauter, jeder machte was er wollte, wie z.B. mit dem Handy telefonieren." - Tja, so was Unverschämtes kennen die beiden Schülerinnen Nelli Gelbling und Saskia Mayer im schwäbischen Gymnasium Oberderdingen offensichtlich nicht. Im Schwäbischen herrscht wohl zumindest Handyverbot, und den Bericht werden wohl auch die Lehrer erst mal durchgesehen haben, oder?

Wer sich angeregt fühlt, mal selbst bei den Projektverantwortlichen nachzufragen, hier ist die Adresse: Leopold-Feigenbutz-Realschule Oberderdingen, Am Gaensberg 2, 75038 Oberderdingen.
Weitere Quellen: Bericht der PFORZHEIMER ZEITUNG vom 12.7.06.

Donnerstag, Juli 13, 2006

Fußball ohne Ende

Es gibt noch genug Fahnen, die in Deutschland im Wind hängen. Die WM soll einfach nicht dem Alltag weichen. Retten wir uns über die bevorstehende Zeit mit den Versprechungen der EM-Qualifikation. Und die beginnt für Estland bereits im August. Verheissungsvoll mit einem Heimspiel:
Estonia gegen F.Y.R. Macedonia
Qualifying round - 16 August 2006 19:00 (local time) - A Le Coq Arena - Tallinn
Und um dem ganzen einen politischen Anstrich zu geben: Eine Ex-Sowjetrepublik gegen eine Ex-Jugoslawienrepublik. Kleiner Hinweis für die Ostalgiker.

Dienstag, Juli 11, 2006

Estland fotografiert vom Heissluftballon


DSC4314
Originally uploaded by carlosj.
Carlos Johnson hat wieder ein paar aussergewöhnliche Aufnahmen gemacht. Im Juni vom Heissluftballon aus. Hier das südöstliche Estland. Das Bild trifft ganz gut die Mischung aus Osteuropa und Norden. So wirkt es jedenfalls auf mich.

Satz der Woche

Tiny Estonia in 20th place in the table was just ahead of the world's most powerful economy, United States.


Das ist der Satz, der gerade durch die Medien ging. Estland vor den USA. Gemeint ist die Verbreitung der Computertechnologien in Verbindung mit dem Internet und ähnlichem. Dabei sind die Länder führend, die das Breitband großflächig fördern. Nur mit einem schnellen Internetzugang lassen sich die technologischen Versprechungen und Zukunftspläne verwirklichen. Wer dahinter bleibt, verliert möglicherweise den Anschluß. Nur Skandinavien hält in dieser Beziehung mit den beiden asiatischen Ländern Südkorea und Japan mit. Kleinere Länder in Europa scheinen auf diesem Technologiesektor schneller handeln zu können. (Kleine Erinnerung an die ewigen Vorbehalte gegen "Kleinstaaterei")

Quelle hier.

Samstag, Juli 01, 2006

Jung, aber arbeitlos? Ab nach Estland!

Wer in der Mecklenburg-Vorpommerschen Landeshauptstadt als junger Arbeitsloser nicht mehr weiter weiß, kann jetzt neue Ideen und Inspirationen in Estland sammeln. Einem Bericht der Schweriner Volkszeitung zufolge stellt das „ESTI- Employment-Projekt" jetzt eine Gruppe von Arbeitslosen zusammen, die von September an in Estland neue Erfahrungen sammeln soll. Das EU-Programm „Leonardo da Vinci“ übernimmt die Kosten für An- und Abreise, Unterkunft, Verpflegung, und Fahrkosten vor Ort. Die Teilnehmer selbst tragen einen Eigenanteil von 210 Euro für 13 Wochen Estland-Aufenthalt.

Der Bericht erwähnt auch eine weitere Gruppe aus Schwerin, die bereits aus Tartu zurückgekehrt ist. Zwölf Auszubildende der
Schweriner Bildungswerkstatt haben dort im Kindercamp Luunja Sanierungsarbeiten im Baubereich durchgeführt.

Donnerstag, Juni 29, 2006

Wer hat im E-government die Nase vorn ?

Die Österreicher laut dieser Studie:
Aber die Esten folgen schon über dem EU-Durchschnitt. Das Ganze hat mit der Durchschaubarkeit von Entscheidungen in der Politik zu tun. Das klingt nach trockenem Stoff. Aber darum geht es, wenn mit EU-Europa die Zukunft gestaltet werden soll. Mit Klüngelwirtschaft wird das Projekt jedenfalls nicht gelingen.

Sonntag, Juni 25, 2006

"Youth for Understanding" - eine Schweizer Gymnasiastin in Rakvere

"Bis diesen Sommer war ich Gymnasiastin in Bern, und im August habe ich meine Sachen gepackt und bin nach Tallinn geflogen" - so beschreibt Naomi Richner im Herbst 2005 den Anfang ihres Gastaufenthalts in Rakvere / Estland, der im Rahmen des internationalen Austauschprogramms "Youth fo Understanding" (YFU) möglich gemacht wurde. Eine Schweizerin in Estland? "Das Land irgendwo oben rechts" heißt die Überschrift ihres ersten Erfahrungsberichts vom November 2005.

Zu Gast in einem "größeren Dorf"
"Wer sich jedoch die Mühe macht, es etwas näher zu studieren, wird viel entdecken" - so stellt die Bernerin schon nach kurzer Zeit fest und gibt es auch in ihrem Bericht als Empfehlung weiter. Im Internet sind zwei Texte von ihr auf den Seiten des Jugendmagazins YOUTHGUIDE.CH zu finden.

"Rakvere scheint mir wie ein größeres Dorf", beschreibt Naomi Richner den Ort ihres Aufenthalts. "Überhaupt nicht eine Stadt, wie man es sich aus der Schweiz gewohnt ist. Farbige Holzhäuschen, graue Wohnblöcke, Einfamilien- und Reihenhäuser, kleine Läden, leerstehende, zum Teil verfallene Gebäude stehen scheinbar planlos durcheinander, dazwischen Gärten, leere Parkplätze und kleine Pärke."

Im "Tsentrum" des Ortes findet Naomi noch einen "beinahe futuristischen 'Dorfplatz' mit riesigen, gelben Strassenlampen, und einer Busstation, die wegen ihrer komischen Form 'surnud vares' (tote Krähe) genannt wird." Leider kein Foto, liebe Naomi ... aber danke für die Interna aus Rakvere!

Eine interessante Erfahrung hat die Schülerin mit ihren Kommunikationversuchen gemacht. "Bei schlechten Sprachkenntnissen wird davon ausgegangen, man sei russisch," schreibt sie und begründet es damit, dass die in Estland lebenden Russen so schlecht Estnisch können - was eine häufige Alltagserfahrung der Esten sei. Naomi findet es verwirrend und empfiehlt: "Reisende sollten sich diesen Satz merken: 'Ma ei oska eesti ja vene keelt.' – Ich spreche weder Estnisch noch Russisch."

Schweizer Eindrücke von der estnischen "Skination"

Ein zweiter Bericht vom März 2006 hat dann die "Skination Estland" im Blick. Sicherlich ein besonderes Thema aus der Sicht einer Schweizerin. Sie titelt denn auch: "Begeistertes Flachlandskifahren", aber auch anerkennend: Skilaufen ist in Estland Nationalsport.
Nur beim Sportunterricht in der Schule kann diesbezüglich auch mal seltsam ausfallen: "
Schulskifahren ist allerdings unter Schülern nicht sonderlich beliebt – nach einigen Skistunden verstehe ich auch warum: „Zuerst fährt ihr dreimal um diese Baumgruppe, dann dreimal um jene, dann das ganze nochmals ohne Stöcke...”, und dann fahren also jeden Donnerstag und Freitag Horden von Schülern zwischen den Bäumen herum, so dass es schon mal zu Zusammenstössen und Unfällen kommt. Aber schliesslich muss man jung anfangen, wenn man später mal Olympiasieger werden will."

Ein weiterer interessan- ter Teil des Erlebnis- berichts erzählt von der Zeit der Olympischen Winterspiele, bei denen Estland mit den Goldmedaillien für Andrus Veerpalu und Kristina Šmigun so sensationell gut abschnitt. Bei Naomi Richner lesen sich die Geschichten um "Kiki und Andrus" so: "Schulstunden wurden abgesagt, damit alle die Rennen auf Grossbildschirm in der Aula sehen konnten, es wurde gelacht, geschrieen, gefeiert, so emotional wie sonst selten. Dies zeugt auch von der unglaublichen Liebe der Leute zu ihrem Land; wenn Esten international Erfolg haben, werden sie in der Heimat zu Helden."

Zum Schluß beschreibt Naomi Richter auch
“Vastlapäev” - "einen Tag im Februar, an dem man traditionell schlitteln, Schneemänner bauen, oder eben Skifahren geht." Danke, YFU und Naomi Richner, für den interessanten Bericht!

Wer mehr über das Austauschprogramm "Youth for Understanding" wissen möchte, wendet sich an:
Deutsche YFU-Koordinationsstelle in Hamburg
Schweizer YFU-Koordinationsstelle in Bern
YFU-Koordinationsstelle in Österreich
YFU-Info über Estland, plus weitere Erfahrungsberichte
YFU-Info über Lettland, plus Erfahrungsberichte



Mittwoch, Juni 21, 2006

Nachtrag Hansetage in Osnabrück


Natürlich waren die Hansetage in Osnabrück erfolgreiche Werbung für das Reiseziel Estland. Hinter der Vertretung Tallinns standen zum Beispiel die Mitarbeiter von "Olde Hansa", die mittelalterliche Produkte und Dienstleistungen anbieten.
Die Musik aus Narva wurde dagegen von den Schülern der örtlichen Musikschule geboten. Angereist mitsamt einem passionierten Lehrer. Aber das hat Tradition in Osteuropa. Einer der Musiker ist Michael Nikitin (Jahrgang 90) mit eigener Homepage. Im Gegensatz zu den anderen estnischen Städtevertretern waren hier auch einige der russischsprachigen Minderheit dabei. Selbstbewusst haben sie ihre Stadt Narva präsentiert. Und an der Zugehörigkeit zu Estland keinen Zweifel gelassen. Peinlich war eher meine Frage, ob sie auch an den nationalen jährlichen Chor- und Musikwettbewerben teilnähmen. Natürlich. Aber aus alten Reflexen habe ich die Frage gestellt. Auf die Trennung zwischen Esten und Russen kommen nur wir Auswärtigen zu sprechen. Hier bei den Hansetagen standen Narva, Viljandi und die anderen zusammen. Die russischen Vertretungen waren tatsächlich an anderer Stelle in Osnabrück.

Samstag, Juni 17, 2006

Esten nach zwei Hansetagen in Osnabrück


Nun sind die Esten schon mehr als zwei Tage in Osnabrück. Wegen der Hanseverbindung steht das Mittelalter im Vordergrund. Seltsame Spiele treiben sie, oder versuchen mannesgemäße Unterhosen zu verkaufen. Besonders die Vertreter von Tallinn.

Am Ende wundert sich mancher: Wieviel Saku Originaal habe ich eigentlich getrunken?

Vielleicht wäre ab und zu ein Trockenfisch dazwischen besser gewesen.

Freitag, Juni 16, 2006

Esten in Osnabrück


Die Hansetage haben begonnen und die Medien waren auch gleich dabei, hier nochmal beim Stand von Viljandi.






Und was bringen die Esten aus der Hauptstadt Tallinn mit:
Vana Tallinn (den berüchtigten Likör)
Saku Originaal (Bier)
und Valge Viin (Vodka)

Und dann die Vorstellung der über 100 teilnehmenden Städte vor dem Rathaus (links) der Stadt Osnabrück:

Donnerstag, Juni 15, 2006

Hansetage in Osnabrück



Heute geht's los, aber alles ist noch im Aufbau begriffen, in Osnabrück. Hier die ersten Eindrücke vor dem offiziellen Marktbeginn um 18 Uhr und den weiteren Veranstaltungen.
Tallinn und die anderen estnischen Städtevertreter werden noch dazukommen.

Mittwoch, Juni 14, 2006

Tag des Gedenkens

Deutsche Fussballfans werden ja sicher hoffen, dass der 14.Juni 2006 ein Tag eines rauschenden Fußballsfestes und eines sportlichen Sieges werden wird.
Dennoch sei es erlaubt daran zu erinnern, dass der 14.Juni in Estland als Gedenktag an den 14.Juni 1941 begangen wird, als in Folge der Okkupation Estlands durch die Rote Armee und der dann etablierten Terrorherrschaft über 10.000 Menschen innerhalb eines Tages aus Estland in sibirische Straflager deportiert wurden. Im März 1949 waren es abermals 20.000, die ein ähnliches Schicksal ereilte.

Im Internet einsehbar ist ein "White paper" einer Kommission des estnischen Parlament (Riigikogu), wonach die Verluste an Menschen während der Zeit zwischen 1940 und 1991 (unter sowjetischer wie unter deutscher Okkupation) 180.000 oder 17% der damaligen Gesamtbevölkerung des Landes erreichte.

Ebenfalls im Internet einsehbar ist eine Hintergrundinformation ("Fact Sheet") des estnischen Aussenministeriums zu den Eregnissen von 1941 und 1949.



Montag, Juni 12, 2006

Wovon träumen viele Esten im Sommer?


Coastline Estonia
Originally uploaded by Jens-Olaf.
Von der Insel. So in etwa wie hier. Die Küste im Westen mit den großen Inseln ist das Traumziel, wenn es nicht für weitere Entfernungen reicht. Oder überhaupt. Viele sagen, hier sei es am ursprünglichsten. Und ausserdem nehmen die Esten auch nicht an der Fussball- WM teil. Das kann später noch kommen.

Tagesgeschäft oder Zeitenwende

Spiegel-Online bringt eine der Wirtschaftshauptnachrichten an der Ostsee:

Neuer Fähr-Riese kommt aus Estland

Im Fährverkehr auf der Ostsee steht eine Zeitenwende an: Die finnische Reederei Silja, bisher mit elf Fähren das dominierende Unternehmen, wird verkauft. Die neue Nummer eins kommt aus Estland.

Helsinki/Tallin - Die estnische Fährreederei Tallink will die Silja Line für 450 Millionen Euro und fünf Millionen eigene Aktien übernehmen. Das zusammengeschlossene Unternehmen wird der führende Anbieter im Passagierverkehr auf der Ostsee.

Der Kauf bedürfe noch der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden, teilte die AS Tallink Grupp heute mit. Das estnische Unternehmen zählte im vergangenen Jahr 3,2 Millionen Passagiere und setzte 260 Millionen Euro um, Silja hatte 3,4 Millionen Fahrgäste bei einem Umsatz von 380 Millionen Euro. Das fusionierte Unternehmen wird Routen zwischen Estland, Finnland, Deutschland, Lettland und Schweden bedienen.


Ich weiss noch nicht, was ich davon halten soll. Fest steht, dass die Zeiten vorbei sind, wo skandinavische Linien das Geschäft bestimmt haben. Eine finnische Meinung besagt, die Esten begännen nun global zu denken. Wie dem auch sei, erstaunlich ist das schon mit nur 1,4 Millionen Einwohnern.

Donnerstag, Juni 08, 2006

Was haben wir vor 15 Jahren getrunken?


Vielleicht das hier. Etwas für Ostalgiker - Das Etikett zwischen Unterlagen wiederentdeckt, ein Bier aus der Eksperimentaal- olletehas
(Brauerei)
Mal schauen was die Esten übernächstes Wochenende zu den Hansetagen in Osnabrück mitbringen werden. Hier bald mehr darüber.

Update am 12.06.2006
Tallinn, Tartu, Pärnu und Viljandi werden mit eigenen Ständen in Osnabrück vertreten sein. Was sie aber mitbringen und veranstalten haben sie der Stadt noch nicht verraten.

Dienstag, Juni 06, 2006

Zahl des Tages

Internetti kasutab üle 700 000 inimese

Soviele Menschen nutzen bei 1.3 bis 1.4 Millionen Einwohnern das Internet.Die gesellschaftliche Durchdringung bis hin zu den älteren Jahrgängen ist damit bald vollzogen.

Kultur des Schweigens


Kultur des Schweigens
Originally uploaded by Jens-Olaf.
So haben Finnen und Esten die meiste Zeit in ihrer Geschichte gelebt. Jedensfalls nach ihrer Selbsteinschätzung. Auf dem Lande aber nicht in einem Dorf, eher in Einzelgehöften. Ist das nun der Grund, warum sich die Kultur des Schweigens so lange halten konnte? Phil in Finlandforthought hat eine heftige Debatte angestoßen.(Wir hatten das Thema auch schon mehrmals erwähnt) Ein Kommentar dort fasst den Zusammenprall der Kulturen aus amerikanisch-finnischer Sicht zusammen:

A couple of years ago I was on an academic summer course in Jyväskylä with lots of international participants (and teacher), including an American girl. She was very nice and sociable, but she was obviously uncomfortable about even the shortest of silences in social situations, and we Finns were equally uncomfortable about her tendency to babble hysterically about anything whatsoever just to keep silence from falling even for a moment. One wanted to tell her “Seriously, we don’t hate you at all, but PLEASE shut up already! This is FINLAND, we LIKE silence here!”

Hier der gesamte Beitrag samt Kommentaren bei Phil. "Hi, how are you?"

Sonntag, Juni 04, 2006

Rakvere aus anderer Perspektive


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Originally uploaded by carlosj.
Dank Carlosj ist ein Seitenwechsel an der Ruine in Rakvere möglich. Die Burg hat ähnliche Form und Ausmaße wie die erhaltene Anlage in Tallinn.
Die Burg in der Hauptstadt wird estnisch Toompea genannt. Hier der Link.
Auf das Foto klicken und es wird auf die Fotoseite von Carlosj weitergeleitet.

Donnerstag, Juni 01, 2006

Rakvere - Estonia


Rakvere - Estonia
Originally uploaded by Jens-Olaf.
Die hölzerne Festung der Esten unter dem Namen Tarvanpää wurde das erste Mal vom zeitgenössischem Chronisten, dem Lettische Henrik, bereits 1226 beschrieben. Heute bergen die Ruinen dieser in der Ordenszeit mächtigsten Festung von Rakvere zwischen Tallinn und Narva ein Museum; von weitem zu sehen ist das Symbol der Stadt – die Statue eines Wisent, von dem der Name der Stadt Wesenberg herrühren soll. Nach jahrhundertealten Rezepten werden Speisen in der Schenke der Burg zubereitet.'

'Zitat aus "Visit Estonia".
Dänisch oder Deutscher Orden? Das ist wirklich nicht über das Web herauszufinden. Ich meine die Bausubstanz. Wenn es die Burg des Deutschen Ritterordens ist, dann ist es ein Beispiel für eines der merkwürdigsten Herrschaftsgebilde des Mittelalters. Ein Ordensstaat, der recht lange Bestand hatte. Und dessen Nachkommen, vorwiegend westfälische Auswanderer, bis ins letzte Jahrhundert, den Ton angaben in Estland. Ich bin enttäuscht über die Internetrecherche. Oder war ich nicht gründlich genug? Muss ich in die alten Archive?

Mittwoch, Mai 31, 2006

Esten weltweit - Fortsetzung

Wir hatten hier schon einen Fußballtorwart in England vorgestellt, Esten in China und nun das:
Rechts im Video ist der Este "Baruto" zu sehen.
Wikipedia weiss mehr.

Samstag, Mai 27, 2006

e-Demokratie in Estland

Es gibt nicht nur materielle Dinge zu exportieren. Demokratie basiert auf der Mitarbeit von vielen, oft ohne Gegenleistung und Entschädigung des Aufwands. Und es ist kein Zustand der einfach erreicht wird und das war's dann.
Das Beispiel ist die e-Demokratie. Das Arbeiten mit dem Computer als Mittel politische Entscheidungswege durchschaubarer und einfacher zu machen. Mit der Chance, mehr Menschen als bisher in die gesellschaftlichen Prozesse einzubinden. Für mich wäre ein Beispiel die berüchtigte Sprechstunde der Wahlkreiskandidaten. Um dort hinzugelangen benötigt es Zeit, die Kinder müssen betreut werden usw., alles viel zu kompliziert. Ausserdem ist die Hemmschwelle, einem Bundestagskandidaten persönlich vorzusprechen nicht zu unterschätzen.
Hier lohnt sich ein Blick auf die e-Governance Academy in Estland. Im Juni findet eine Konferenz zur 'Demokratie in der Informationsgesellschaft' statt. Worum es geht, hier ein Beispiel aus jüngster Vergangenheit nochmal hervorgeholt. Im letzten Jahr hat Peeter Marvet in einem Podcast ausführlich erklärt, was Bürgerbeteiligung über das Internet für die Gesellschaft und insbesondere die Regierungsgeschäfte bedeuten könnte.

Donnerstag, Mai 25, 2006

Der Denkmalstreit

Jedes Jahr gibt es Tage, an denen irgendein historisches Ereignis mit einer Feier begangen wird. In Estland überkreuzen sich immer noch estnische mit sowjetischen Jahrestagen. Und immer wieder wird heiss im Internet debattiert, wer und wo was veranstalten darf. Ein Ritual dieser Auseinandersetzung ist der Farbanschlag auf eine sowjetische Soldatenstatue im Zentrum Tallinns geworden. Seit Tagen wird um den Verbleib dieses Denkmals diskutiert. Es geht um die Deutungshoheit der Geschichte, mal mehr, mal weniger. In Giustinos Blog haben wir das in aller Kürze durchdiskutiert. Hier das Ergebnis inklusive Kommentare. Was für mich neu war, ist, dass 1946 schon zwei Minderjährige versucht haben, das Monument in die Luft zu sprengen. Höchststrafe war die Folge. Siehe
Itching for Eestimaa
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