Etliche Videos über das vergangene Sänger- und Tanzfest in Tallinn wurden ins Internet hochgeladen, hier ein Beispiel. Der Mitschnitt eines der wichtigen Lieder des Festivals.
Wer mich kennt, wird wohl ahnen, warum ich dieses gewählt habe. Auflösung gibt die Szene bei 2:04 min.
Ist Estland eigentlich "baltisch"? Die estnische Sprache ist ja dem Finnischen ähnlich (finno-ugrisch), und das sogenannte "Baltikum" ist sowieso ein Behelfsbegriff ohne Grundlage. Noch viel zu wenig ist in Deutschland bekannt über Kultur und Geschichte, über Politik und Gesellschaft in Estland. Die jungen Europäer in Deutschland und Estland werden die Zukunft prägen! Wir rufen auf zur Diskussion.
Freitag, Juli 24, 2009
Sonntag, Juli 19, 2009
"Poll" - Chris Kraus dreht einen neuen Film
In Estland. Die Story:
aus Medienhandbuch
EPL hat bereits berichtet und auch einige Blicke auf den Drehort ermöglicht:

Foto: Mihkel Maripuu
Auf den Trailer müssen wir noch warten.
Und tatsächlich gibt es auch ein echtes Poll, wird hier aber nicht identisch sein.
Update-Posts 2011:
Poll - Vor dem Kinostart
Eindrücke von der Filmpremiere in Hamburg
Oktober 2010:
Poll- Der Film
"Poll" spielt im Sommer 1914, der Umbruchzeit kurz vor Ausbruch des Krieges. Auf dem Gut Poll in Estland, am Rande der europäischen Zivilisation, verliebt sich die 14-jährige Oda in den jungen estnischen Anarchisten Schnaps. Sie versteckt den Verletzten vor den Kosaken, die auf dem Gut stationiert sind, und vor ihrer Familie: ihrem Vater Ebbo, dessen Leidenschaft dem Sezieren von Gehirnen gilt, seiner zweiter Frau, der in eine Affäre mit Verwalter Mechmershausen verstrickten Milla, und vor Cousin Paul. Im Laufe des Sommers steigt die innere Temperatur der Menschen auf Poll. Ohne Bewusstsein von der äußeren Bedrohung ihrer Welt steuern die Gutsbwohner auf ihre eigene Katastrophe zu.
aus Medienhandbuch
EPL hat bereits berichtet und auch einige Blicke auf den Drehort ermöglicht:

Foto: Mihkel Maripuu
Auf den Trailer müssen wir noch warten.
Und tatsächlich gibt es auch ein echtes Poll, wird hier aber nicht identisch sein.
Update-Posts 2011:
Poll - Vor dem Kinostart
Eindrücke von der Filmpremiere in Hamburg
Oktober 2010:
Poll- Der Film
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Sonntag, Juli 12, 2009
Leichtathletik WM in Deutschland
Mal ohne Krise, hier geht es um die Chancen der estnischen Leichtathleten. MukiFuki hat da ein nettes Fotoset zusammengestellt.
Also, wir werden wohl Gerd Kanter sehen. Das sind die weltbesten Würfe in diesem Jahr. Nur von ihm.
71.64 Gerd Kanter EST 06/05/1979 1 Kohila 25/06/2009
70.84 Gerd Kanter 1 Chula Vista, CA 28/04/2009
69.86 Gerd Kanter 1 Chula Vista, CA 05/05/2009
69.70 Gerd Kanter 1c1 Los Realejos 15/03/2009
69.47 Gerd Kanter 1 La Jolla, CA 12/05/2009
69.07 Gerd Kanter 1 Tartu 03/06/2009
68.90 Gerd Kanter 1 Turnov 26/05/2009
Andrus Värnik im Speerwurf hat 82 Meter 2009 stehen. Mal sehen. Es ist nicht seine Saison. Aber Weltmeister war er schon.
Vielleicht schon eher bei den Frauen:60.76 Moonika Aava, über 60 Meter, da gibt es Endkampfchancen.
Im mittleren Spitzenfeld gibt es noch mehr Estinnen, wie Ksenija Balta mit 6, 68 im Weitsprung. Geboren in Minsk, Weissrussland 1986.
Also, wir werden wohl Gerd Kanter sehen. Das sind die weltbesten Würfe in diesem Jahr. Nur von ihm.
71.64 Gerd Kanter EST 06/05/1979 1 Kohila 25/06/2009
70.84 Gerd Kanter 1 Chula Vista, CA 28/04/2009
69.86 Gerd Kanter 1 Chula Vista, CA 05/05/2009
69.70 Gerd Kanter 1c1 Los Realejos 15/03/2009
69.47 Gerd Kanter 1 La Jolla, CA 12/05/2009
69.07 Gerd Kanter 1 Tartu 03/06/2009
68.90 Gerd Kanter 1 Turnov 26/05/2009
Andrus Värnik im Speerwurf hat 82 Meter 2009 stehen. Mal sehen. Es ist nicht seine Saison. Aber Weltmeister war er schon.
Vielleicht schon eher bei den Frauen:60.76 Moonika Aava, über 60 Meter, da gibt es Endkampfchancen.
Im mittleren Spitzenfeld gibt es noch mehr Estinnen, wie Ksenija Balta mit 6, 68 im Weitsprung. Geboren in Minsk, Weissrussland 1986.
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DDoS Nachspiel-Vorspiel
Denial of Service. Das ist ein Stichwort, das zum Teil bekannt ist, seitdem auch der Begriff Cyberwar aufgetaucht war. Ich weiss, man sollte den Begriff "Cyber"-krieg nicht verwenden. Denn die offizielle Kriegserklärung hat bis jetzt noch viel weitreichendere Folgen. Estland hat nach der Lahmlegung wichtiger nationaler und wirtschaftlicher Webseiten 2007 ein Nato-Zentrum für die Bekämpfung von Internetattacken bekommen.
Jetzt habe ich selbst erlebt, inwieweit der Alltag von solchen Attacken betroffen sein kann. Selbst in Schulen wurde die Arbeit mit Internetseiten eingestellt, nachdem tagelang das nationale Netz von Korea betroffen war, private Computer mussten mit extra Virensoftware aufgerüstet werden. Das heißt, zum Teil stundenlange Unterrichtsvorbereitung war umsonst. Okay, man kann improvisieren. Aber nun sind nicht nur Banken oder Regierungsseiten betroffen. Diesmal Fallbeispiel Südkorea. Jetzt werden die Verursacher auch in Deutschland und Österreich vermutet. Globalisierung.
Jetzt habe ich selbst erlebt, inwieweit der Alltag von solchen Attacken betroffen sein kann. Selbst in Schulen wurde die Arbeit mit Internetseiten eingestellt, nachdem tagelang das nationale Netz von Korea betroffen war, private Computer mussten mit extra Virensoftware aufgerüstet werden. Das heißt, zum Teil stundenlange Unterrichtsvorbereitung war umsonst. Okay, man kann improvisieren. Aber nun sind nicht nur Banken oder Regierungsseiten betroffen. Diesmal Fallbeispiel Südkorea. Jetzt werden die Verursacher auch in Deutschland und Österreich vermutet. Globalisierung.
Dienstag, Juli 07, 2009
Kolm Õde
Einst galten solche Gebäude als "typisches historisches deutschbaltisches Erbe" - aber längst beschränkt sich der Kreis von Leuten, die sich darum kümmern, nicht auf diesen Personenkreis.
Wie "Baltic Business News" heute meldet, hat das Hotel "Drei Schwestern" ab sofort einen neuen Eigentümer: Johannes Wientje, einer der vielen umsichtigen niederländischen Geschäftsleute, die auch in der baltischen Region sich tummeln. Seine "Maslé Onroerend Goed" (eine Finanz-Holding mit Sitz in Hengelo) kann es sich offenbar im Moment erlauben, solche Kapitalinvestitionen zu tätigen.
Also, entweder bald "DRIE ZUSJES", oder - hoffentlich nicht - bald erneutes Spekulationsobjekt (wer weiß, wo die Finanzkrise noch hinfällt)?
Wie "Baltic Business News" heute meldet, hat das Hotel "Drei Schwestern" ab sofort einen neuen Eigentümer: Johannes Wientje, einer der vielen umsichtigen niederländischen Geschäftsleute, die auch in der baltischen Region sich tummeln. Seine "Maslé Onroerend Goed" (eine Finanz-Holding mit Sitz in Hengelo) kann es sich offenbar im Moment erlauben, solche Kapitalinvestitionen zu tätigen.Also, entweder bald "DRIE ZUSJES", oder - hoffentlich nicht - bald erneutes Spekulationsobjekt (wer weiß, wo die Finanzkrise noch hinfällt)?
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Sonntag, Juli 05, 2009
Laulupidu - Das große Sänger- und Tanzfest
Seit dem 2. Juli ist ausgelassene Stimmung angesagt. Hier in Tallinn beim Umzug der Chöre und Teilnehmergruppen. kalevkevad hat die Stimmung eingefangen.
Am Rande
Unesco World Heritage
Etwas verspätet, aber hier kann man bei ETV zum Teil im Livestream oder hier das Festival verfolgen.
Am Rande
Unesco World Heritage
Etwas verspätet, aber hier kann man bei ETV zum Teil im Livestream oder hier das Festival verfolgen.
Dienstag, Juni 30, 2009
Esten erobern Münster - für 5 Tage
Selbstverständlich wäre das westfälische Städtchen Münster auch so eine Reise wert gewwesen. Aber die Menschen, die am in den vergangenen fünf Tagen aus aller Welt dort zusammen kamen, verbindet eine ganz besondere Gemeinsamkeit: es sind Estinnen und Esten. ESTO 2009 heißt das alle vier Jahre stattfindende Event der "Esten aus aller Welt", das seit 1972 regelmäßig stattfindet. Die ehemaligen Veranstaltungsorte sind -
durch die Besetzung und Eingliederung Estlands in die Sowjetunion erzwungen - auch bevorzugte Orte des jahrzehntelangen Exils in fremden Ländern: nach Toronto, Baltimore, Stockholm, Melbourne, New York und Riga war jetzt Münster an der Reihe. Nach dem 2.Weltkrieg kamen viele Estinnen und Esten zunächst in den sogenannten DP-Lagern unter - eine Durchgangsstation, deren manchmal abenteuerliche Verhältnisse und Umstände heute sorgsam dokumentiert werden. Dazu kommen mehrere Generationen zusammen: diejenigen, die noch in Estland geboren sind, andere die in Deutschland oder in anderen Ländern als Kinder ihrer estnischen Eltern groß geworden sind,
und die ganz jungen, die als Enkelin- nen und Enkel heute auch wieder ins freie und unabhängige Estland reisen können und manchmal gar nichts anderes kennen - 20 Jahre ist die Wiedererlangung der Unabhängigkeit jetzt schon wieder her.Münster hätte sich vielleicht ein wenig festlicher präsentieren können, dem Anlaß angemessen. Zwar erwies sich die Halle Münderland als angenehmer zentraler Veranstaltungsort, aber die vielen Baustellen in der Innenstadt erweckten manchmal auch andere Gedanken:
weniger die historischen Gebäude fielen auf (da viele sich derzeit hinter Bauzäunen verstecken), sondern eher die Namen wie "Karstadt" oder "Easykredit", die an die Finanzkrise mahnen, die in Estland noch wesentlich härtere Auswirkungen hat.Aber lassen sich Esten dadurch beirren? Natürlich nicht! Mancher mag sie für wortkarg und zurückhaltend halten, aber beharrlich sind sie ja nun auch.
Und die Freude, einmal wieder Estinnen und Esten aus aller Welt zu treffen, ließ sich keiner nehmen. Da ist Musik, Gesang und Tanz angesagt: nicht nur in Form von Konzerten oder Verführungen, so wie es die Deutsch
en und Münsteraner erlebt haben mögen, die bei einer der Veranstaltungen zu Gast waren, sondern vor allem als selbst-gemachte Kultur. Mit-singen und Mit-tanzen heisst offenbar auch Mit-Este sein.Dennoch - oder gerade deshalb? - werden die meisten Estinnen und Esten in Münster eher unter sich geblieben sein. Sich wiederzutreffen war ja eines der hauptsächlichen Ziele. Rund 1000 Teilnehmer/innen waren gekommen - nach Aussagen der Veranstalter etwas weniger als geplant. Aber das mag auch am großen Estnischen Sängerfest liegen, das ebenfalls jetzt direkt nach Ende des ESTO 2009 vom 2.-5.Juli in Estland stattfindet. Für Est/innen aus USA, Kanada oder Australien sicher ein Grund, beide Ereignisse miteinander zu verbinden (Münster und Tallinn), aber andere kombinierten vielleicht lieber Mittsommer und Sängerfest miteinander und genießen also schon jetzt laue Sommertage in Estland.
Manche charakteristischen Elemente früherer Zusammenkünfte - Resolutionen und politische Forderungen - scheinen heute, im Zeitalter der wieder erlangten Unabhängigkeit und des Zusammen- wachsens von Europa - nicht mehr nötig. Parolen oder Spruchbänder waren in Münster beim Großen Festumzug am 28.Juni jedenfalls keine zu sehen. Aber ein wenig mehr Interesse und Aufmerksamkeit, vielleicht auch Unterstützung, hätten die Veranstalter sicher von deutscher Seite vielleicht doch gerne gesehen. Bis auf die Lokalpresse fand das Ereignis - als Weltkongress der Esten immerhin zum allerersten Mal in Deutschland! - in den deutschen Medien so gut wie gar nicht statt. Singen und Tanzen im manchmal so absichtsvoll bemühten "multikulturellen" Deutschland keine Sensation?Einen Grund der "Entschuldigung"gibt es: jede/r hat heute, auch diesen Sommer, die Möglichkeit, auch spontan einfach selbst mal nach Estland zu fahren. Da ist erlebbar, was Estinnen und Esten in aller Welt an Kultur, Sprache und Tradition mit am Leben erhalten geholfen haben.
Also: Nichts wie hin zum LAULUPIDU, es beginnt schon übermorgen in Tallinn!
Mehr Fotos von ESTO 2009 gibt es hier (wird ergänzt)
ESTO2009 Veranstalterinfo
Ausführliche Berichte, Interviews, Musik von ESTO 2009 gibt es am Dienstag, 7.Juli 2009 ab 19.05 auf Radioweser.tv in der BALTISCHEN STUNDE. (auch online hörbar!)

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Montag, Juni 29, 2009
Europa und Estland und die UN
Wenn es ein symbolisches Ereignis stellvertretend für die Verflechtung Estlands in internationalen Strukturen geben sollte, so ist es für mich gegenwärtig dieses Gefängnis bei Tartu.
Ein Kriegsverbrecher aus dem ehemaligen Jugoslawien wird hier inhaftiert:
The former wartime leader of Croatian Serbs, Milan Martic, was transported to Estonia late on Friday to serve out his 35- year sentence for war crimes committed in Croatia.
The transport of Martic from the Hague prison unit to Estonia is in line with the deal between the Estonian authorities and the UN, which deals with the implementation of the verdicts by the International Criminal Tribunal for the former Yugoslavia in The Hague.
Martic will serve his sentence in a prison in the eastern Estonian town of Tartu.
schreibt Balkaninsight
Leider habe ich im Moment noch nicht mehr Hintergrund für diese Entscheidung.
Hier ist der Case Information Sheet: Milan Martic
Ich hoffe, es kommt nun nicht schon wieder zu Konfusionen. Balkan oder Baltikum?
Was die Täterseite betrifft. Da hat es schon Angeklagte aus allen Kriegsparteien gegeben. Gospic eine der umkämpften Städte in der Krajina zwischen Kroaten und Serben, Foto 2005.
Samstag, Juni 27, 2009
Estland in Venedig
Da war doch mal was? Das Stichwort "Denkmalstreit" kann Estland zugeordnet werden, auch wenn das Ereignis selbst inzwischen mehr als 2 Jahre zurückliegt. Für die Estin Kristina Norman ist es künsterlische Grundlage für ihre Arbeit. "After war" - so der dramatisch klingende Titel der estnischen Beitrags zur 53. Bienale in Venedig, eine Installation aus Videos, Fotos und Objekten. Zwei Jahre nach den realen Ereignissen brachte Norman ein bronzenes Abbild zurück zum ehemaligen Standort der Statue, eigenen Worten zufolge um zu beweisen, dass die Auseinandersetzung darum immer noch präsent ist. "Ich habe immer schon dokumentarisch gearbeitet", so Kristina Norman im Text der Projektdarstellung, "und ich lebe in einem Land, wo die Vergangenheit stark die Gegenwart beeinflußt. Die estnische Mehrheit und die russische Minderheit bilden zwei unterschiedliche 'Gedächtnis-Kollektive'. Da mein persönlicher Hintergrund Bezüge zu beiden hat, habe ich versucht, mich auch künstlerisch dazwischen zu positionieren." Kristina Norman ist 1979 in Tallinn geboren, studierte Kunst an der estnischen Kunstakademie und arbeitete als Kunstlehrerin.
"Estland zeigt eine politsch brisante Arbeit und straft seine Künstlerin dafür mit Ignoranz", so kürzlich ein Beitrag in "Die Presse" aus Österreich, die von Norman erfahren haben will, dass die estnischen Medien diese Arbeit ignoriere. Der Biennale-Beitrag Estlands wurde von einer internationalen Jury aus 20 estnischen Kunstwerken ausgewählt. - Immerhin sind auch Zitate der Künsterlin zu finden, die einen Teil der Zurückhaltung des offiziellen Estland erklären könnte: "Vor zwei Jahren war es vielleicht die estnische Regierung, die d
en Medienkrieg gewann. Was ich im Moment als Künsterlin tue, ist dieses Image zu attackieren." (Zitat bei EFP). Da ist keine Rede mehr vom "Dazwischen-Stehen", sondern das klingt eher nach beabsichtigt experimenteller Opposition. Der Kunst schadet ein wenig Aufsehen meistens nicht. Dem DeutschlandradioKultur zufolge ist der estnische Beitrag in Venedig ein Publikumsmagnet.
Mehr dazu:
Homepage Kristina Norman (mit Videos zum Anschauen)
Kristina Norman's Pressekonferenz in Ljubljana zu ihrer Arbeit (engl.) auf YouTube
Bericht von bei EFP – Estonian Free Press (englisch)
Informationen des estnischen Zentrums für Gegenwartskunst (CCA / Kaasaegse kunsti eesti keskus)
CCA-Presseübersicht zum Thema (estnisch/russisch)
Goethe-Institut Helsinki
Eurotopics
Bericht der BBC (engl.)
Kloty's Blog
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Dienstag, Juni 23, 2009
Vabadusõja võidusammas
Es ist nicht nur Jaani-Zeit. Am Vabadus Väljak in Tallinn wurde das seit Monaten im Bau befindliche Denkmal zum Freiheitskrieg eingeweiht.
MukiFuki war dabei. Gleichzeitig wurde dieser wichtige Platz in der Hauptstadt neu gestaltet.
MukiFuki war dabei. Gleichzeitig wurde dieser wichtige Platz in der Hauptstadt neu gestaltet.
Samstag, Juni 20, 2009
Estland und der Iran

Ja, es gibt Journalisten, die bearbeiten beide Länder. Cyrus Farivar ist einer von wenigen. Vielleicht der Einzige. Er war in Tallinn, wegen der Cooperative Cyber Defence Conference
Nebenbei bearbeitet er sein Heimatland Iran, die aktuelle Entwicklung. Deshalb poste ich hier den Link zu seinem Blog, dort finden sich die beiden Themen, Estland und der Iran:
cyrusfarivar.com
Und um die Verknüpfung aufzunehmen, es geht um Vernetzung. Das Internet und die modernen Kommunikationsmittel.
Cyrus benutzt zum Beispiel Twitter, das viele als belanglos halten. Aber der Iran hat das Gegenteil bewiesen: Twitter spielt eine Rolle, wenn man es richtig nutzt. Diese Rolle spielten Blogs während der Orangenen Revolution in Kiew 2004.Twitter: Das ist ein Programm für kurze Textbotschaften, die man auf Handy und Computer lesen kann.
Cyrus hat zum Beispiel über die Konferenz in Tallinn getwittert. Er sendete Stichworte während der Vorträge und Diskussionen über sein Handy. Hier ein Beispiel aus der Konferenz - was Internetangriffe bewirken können, er zitiert hier jemand:
- January 24, 2003 there was so much network traffic, 20 percent global packet loss. Unprecedented. Starts to affect critical infrastructure. If you look at Blaster, we have some pretty amazing things that happened. Traffic systems, train, air traffic problems, flights delayed, canceled. Internal infections of nuclear power plants. 911 services down. Hospitals. ATMs. Slammer, Blaster, Sasser.
- These worms were not trying to take down banks, but they did. Just as a result of too much traffic. (09h19 Tallinn time)
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Estland-Iran
Dienstag, Juni 16, 2009
President of Estonia, Toomas Hendrik Ilves
Ross Mayfield war einmal Internetberater für Präsident Lennart Meri. Er ist Unternehmer im Silicon Valley in Kalifornien. Seine Firma bietet Software auf Wiki-Basis an. Konsequent ist, dass seine Privatfotos mit CC-Lizensen (Common License) aufgenommen sind, deswegen kann ich sie posten.
Kurz und gut Präsident Ilves ist in den USA und spricht mit Obama, wir warten auf die Presseresonanz. Falls noch nicht bekannt: Ilves war ja US-Staatsbürger.
BNN:
Kurz und gut Präsident Ilves ist in den USA und spricht mit Obama, wir warten auf die Presseresonanz. Falls noch nicht bekannt: Ilves war ja US-Staatsbürger.
BNN:
The two heads of state also discussed the model of new security architecture for Europe that has been proposed by Russian president Dmitri Medvedjev whom Barack Obama is going to meet during his visit to Moscow.
President Obama also expressed its condolences for the death of Estonian soldier Allain Tikko in Afghanistan on June 15.
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Montag, Juni 15, 2009
"Estonia Schadenfreude"
Es ist nicht leicht, alle Faktoren der Wirtschaftskrise zu sammeln. In unserem Fall, wenn es um Estland geht.
Etliche Posts in der Blogosphäre müssen mit der Wiedergabe von Pressemitteilungen auskommen.
Der Blog Marginal Revolution zeigt, zu welchen Diskussionen das Netz fähig ist. Rein zufällig entwickelte sich eine Debatte um die un/mögliche Vergleichbarkeit von Bulgarien und Estland in der Krise. Ein interessanter Ansatz.
Estonia Schadenfreude
Etliche Posts in der Blogosphäre müssen mit der Wiedergabe von Pressemitteilungen auskommen.
Der Blog Marginal Revolution zeigt, zu welchen Diskussionen das Netz fähig ist. Rein zufällig entwickelte sich eine Debatte um die un/mögliche Vergleichbarkeit von Bulgarien und Estland in der Krise. Ein interessanter Ansatz.
Estonia Schadenfreude
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Freitag, Juni 12, 2009
Internetwahlen
Fotonachtrag zur Europawahl. Auch das Europaparlament hat eine Fotoseite. Hier eine Aufnahme wie in Estland mit einer ID-Karte und per Internet die Stimme abgegeben werden konnte.
Dienstag, Juni 09, 2009
Wer ist Indrek Tarand?
Wer ist der Einzelkandidat, der hinter der Zentrumspartei die meisten Stimmen bei der Europawahl in Estland erhalten hat? Kloty von Gedanken über Estland fragt sich, ich mich auch. Und bei der Recherche verzettelt man sich schnell in verschiedenen Richtungen. Was hat er gerade zur Parteienfinanzierung gesagt? Er ist eher dagegen, oder über den Einfluss des Staates.
Auf der Narva-College-Webseite der Universität Tartu ist er bei einem Vortrag zu sehen. An der Tafel links steht Briti Poissmees, das Foto archiviert unter Kodanikunädal. Es geht um Ausbildung:

Giustino widmet ihm einen Post und Flasher_T. Aber viel schlauer ist man danach auch nicht.
Kloty hat recht, wo ist das Programm?
Er sagt, er habe den Erfolg nur mit den 40 000 Kronen erreicht, die einem Wahlkämpfer zustehen.
Seine Themenpalette ist weit gesteckt. Unter dem Titel (auf der Webseite Verbindungsbüro - Konrad-Adenauer-Stiftung): Die "Estnisierung" Georgiens vom 25. Aug. 2008 findet sich dieser Abschnitt :
Bis jetzt war/ist er Direktor des Estnischen Kriegsmuseums, dem Laidoner-Museum. Laidoner ist bis heute der bedeutendste estnische General:

Soweit der Zwischenstand. Aktualisierung folgt.
Update: Hier ist eine gute Analyse vor den Wahlen, der Sitz für Tarand wurde sogar vorhergesagt.
ESTONIA: The European Debate and Politics at a Time of Economic Crisis
EuPI Policy Brief, June 2009
The New Member States and the 2009 European Parliament elections
ESTONIA: The European Debate and Politics at a Time of Economic Crisis
Juhan Kivirähk
Auf der Narva-College-Webseite der Universität Tartu ist er bei einem Vortrag zu sehen. An der Tafel links steht Briti Poissmees, das Foto archiviert unter Kodanikunädal. Es geht um Ausbildung:

Giustino widmet ihm einen Post und Flasher_T. Aber viel schlauer ist man danach auch nicht.
Kloty hat recht, wo ist das Programm?
Er sagt, er habe den Erfolg nur mit den 40 000 Kronen erreicht, die einem Wahlkämpfer zustehen.
Seine Themenpalette ist weit gesteckt. Unter dem Titel (auf der Webseite Verbindungsbüro - Konrad-Adenauer-Stiftung): Die "Estnisierung" Georgiens vom 25. Aug. 2008 findet sich dieser Abschnitt :
Aufgrund des vielfältigen estnischen Engagements sowohl entwicklungspolitisch als auch wirtschaftlich, hat Estland seine diplomatische Präsenz mit der Eröffnung einer Botschaft in Tbilisi im vergangenen Jahr verstärkt. Neben Mart Laar fungierte zwischenzeitlich der estnische Spitzendiplomat Indrek Tarand als dessen Stellvertreter beim georgischen Staatspräsidenten, als Laar als Spitzenkandidat seine Partei Isamaa ja Res Publica Liit in die Parlamentswahl 2007 führte. Tarand stellte u.a. Überlegungen an, ob sich in Georgien für die abtrünnige Republik Abchasien das spanische Modell der autonomen Regionen anwenden ließe.
Bis jetzt war/ist er Direktor des Estnischen Kriegsmuseums, dem Laidoner-Museum. Laidoner ist bis heute der bedeutendste estnische General:
Soweit der Zwischenstand. Aktualisierung folgt.
Update: Hier ist eine gute Analyse vor den Wahlen, der Sitz für Tarand wurde sogar vorhergesagt.
ESTONIA: The European Debate and Politics at a Time of Economic Crisis
EuPI Policy Brief, June 2009
The New Member States and the 2009 European Parliament elections
ESTONIA: The European Debate and Politics at a Time of Economic Crisis
Juhan Kivirähk
... Indrek Tarand – an independent candidate who protests against the use of fixed party lists in these elections. He has previously been involved with the Social Democratic Party (his father, Andres Tarand, from the Social Democratic Party currently holds a seat in the EP). Voters consider him to be an expert on foreign policy because he was Permanent Under-Secretary of the Foreign Minister for more than a decade. In addition, he is the anchorman of several popular TV and radio programmes;...
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Freitag, Juni 05, 2009
Estland hat schon gewählt
Vom Zeitablauf her gesehen ist die Europawahl in Estland fast schon vorbei: schon grafisch weist das Europawahl-Logo darauf hin. Wenn ich es richtig verstehe, konnte zwischen dem 28.Mai (9.00 Uhr morgens) bis zum 3.Juni (20.00 Uhr abends) elektronisch gewählt werden (E-Voting). - die Österreicher sind schon ganz nervös .... - sie führen ebenfalls eine elektronische Wahlmöglichkeit ein diesmal - Zwischen dem 1. 6. und 3.6. konnte dann persönlich im Wahllokal vorab gewählt werden (diejenigen, die nicht in der Lage sind - meist gesundheitlich - zum Wahllokal zu gehen, können auch am Wahltag 7.6. noch von der Wahlkommission aufgsucht werden - wenn sie dies beantragt hatten).
Zwischen dem 23. und 28.Mai sollten in jeder estnischen Botschaft im Ausland an mindestens zwei Tagen innerhalb dieser Periode eine Möglichkeit zur Stimmabgabe für Est/innen im Ausland gegeben sein (so das Wahlgesetz).
Estland hat schon gewählt - ein Teil jedenfalls.
Resultate: bis zum 3.Juni 2009 hatten bereits 58.669 Wahlberechtige ihre Stimme per Internet elektronisch abgegeben, und 129.171 machten dies per Brief oder porsönlich vorab (nachzulesen hier - zum Vergleich: Daten zu bisherigen Ergebnissen des E-Voting in Estland)
Estland wird 6 (in Worten = sechs) Europaabgeordnete wählen. Eine übersichtliche Liste aller Kandidaten findet sich hierEin Irrtum ist es aber offenbar, dass die 5%-Hürde bei den estnischen Europawahlen keine Rolle mehr spielt. Zwar ist es richtig, dass ja eh nur 6 Abgeordnete nach Brüssel entsandt werden, aber zumindest finanziell ist es nicht ganz egal, ob
5% der Stimmen erreicht werden oder nicht. Jede/r Kandidat/in muss das 5-fache des estnisches Mindestlohns als Sicherheit hinterlegen. Diese Summe - 21.750 estnische Kronen sind diesmal festgelegt worden - ca. 1390 Euro - wird nur dann zurückgezahlt, wenn der Kandidat / die Kandidatin mindstens die Hälfte der Stimmen in einem einzelnen Wahlbezirk erzielt, oder mindestens 5% auf nationaler Ebene. Beides ziemlich hohe Hürden - gleichbedeutend ungefähr damit: Geld zurück nur im Erfolgsfall (entspr. Bestimmungen dazu nachzulesen hier).Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Europawahl in Estland und Informationen zu den gewählten Abgeordneten findet (in Englisch) sich hier.
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Dienstag, Juni 02, 2009
Ein Videoclip
"Dieses Video gibt nicht die Sicht gebildeter Esten wieder". Okay, ein wenig arrogant, selbstironisch und äusserst beliebt im Internet ist dieser Clip über die Weltsicht der Esten. Genauer, wie sie Europa sehen. Humor trotz Wirtschaftskrise. Und was mir besonders gefällt, gesprochen mit einem sehr authentischen estnischen Akzent auf Englisch.
Mittwoch, Mai 27, 2009
Haus mit Geschichte
So sieht oft ein Haus aus, das einige Jahrhunderte schon gesehen hat und wo die Einwohner wechselnde Wohn- und Nutzungsbedürfnisse hatten. Erkennbar nur, wenn es nicht durchsaniert wurde. Oben ist auch ein wenig Fachwerkarchitektur zu sehen. Nicht gerade tonangebend in Estland, aber vereinzelt kann man was in Pärnu finden.
Freitag, Mai 22, 2009
Vier Jahre Photoarchiv 1. Weltkrieg
Zugegeben, indem ich wiederholt über die Photos aus dem Besitz von Erwin Biesenbach poste, die er während des Ersten Weltkriegs gesammelt und aufgenommen hat, wird dieser Blog noch geschichtslastiger als er schon ist. Aber ich möchte der mit der Westfront vergleichsweise bildarmen Gegenseite im Osten 1914-1918 etwas nachhelfen.
Einige neuere Ergebnisse der Recherche und Tipps von Dritten, Orte die ich lokalisieren konnte (bei einigen erwarte ich noch Bestätigung von Ortskundigen):
Zwei Photos (hier eins von beiden) von der Brücke bei der Festung Modlin, westlich Warschau in Polen. Beim Zusammenfluss der Vistula und Narew. (Bug und Weichsel). Sie war im Juli 1915 umkämpft. Die sich zurückziehende russische Armee sprengte die Brücke:

Die heute angeblich längste Brücke in Litauen - Lyduvėnų tiltas:

Diese gefallenen Soldaten der russischen Armee. Das wird irgendwann mal Anlass hier oder im Lettlandblog über die Geschichte der lettischen Schützen zu posten.
15.10.1915 zwei gefallene Soldaten der Russischen Armee bei Groß Ekau. Nähe Mitau/Jelgava heute Lettland, Lecavas
laut Beschreibung durch Granaten im Unterstand getötet

The New York Times already reported about an Russian operation on October 3th 1915:
------
Eine wahrscheinlich für Propagandazwecke gestellte Aufnahme. Wir beissen uns seit Jahren die Zähne daran aus. Das Ganze hat schon epische Ausmaße. Ein "Kite" mit Photoapparat war bei der Suche in Helsinki auch schon im Spiel.

----
Das sind wahrscheinlich die Brücken bei Jelgava, Lettland über die Lielupe:

----
Und noch einmal Finnland: Vor dem Kämp Hotel in Helsinki. Immer noch eine erste Adresse. Damals berüchtigt, weil es zeitweise Aufenthaltsort von Mannerheim war, der aber nicht in diesem Foto zu sehen ist. Links stehend ein finnischer Soldat, ansonsten einige Deutsche:
Einige neuere Ergebnisse der Recherche und Tipps von Dritten, Orte die ich lokalisieren konnte (bei einigen erwarte ich noch Bestätigung von Ortskundigen):
Zwei Photos (hier eins von beiden) von der Brücke bei der Festung Modlin, westlich Warschau in Polen. Beim Zusammenfluss der Vistula und Narew. (Bug und Weichsel). Sie war im Juli 1915 umkämpft. Die sich zurückziehende russische Armee sprengte die Brücke:
Die heute angeblich längste Brücke in Litauen - Lyduvėnų tiltas:
Diese gefallenen Soldaten der russischen Armee. Das wird irgendwann mal Anlass hier oder im Lettlandblog über die Geschichte der lettischen Schützen zu posten.
15.10.1915 zwei gefallene Soldaten der Russischen Armee bei Groß Ekau. Nähe Mitau/Jelgava heute Lettland, Lecavas
laut Beschreibung durch Granaten im Unterstand getötet
The New York Times already reported about an Russian operation on October 3th 1915:
RUSSIANS GAIN ON VILNA FRONT; Germans Forced to Fall Back Over Wider Area
...
The Germans attacks have continued in the region of Groß Ekau, but have been unsuccessful.
------
Eine wahrscheinlich für Propagandazwecke gestellte Aufnahme. Wir beissen uns seit Jahren die Zähne daran aus. Das Ganze hat schon epische Ausmaße. Ein "Kite" mit Photoapparat war bei der Suche in Helsinki auch schon im Spiel.
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Das sind wahrscheinlich die Brücken bei Jelgava, Lettland über die Lielupe:
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Und noch einmal Finnland: Vor dem Kämp Hotel in Helsinki. Immer noch eine erste Adresse. Damals berüchtigt, weil es zeitweise Aufenthaltsort von Mannerheim war, der aber nicht in diesem Foto zu sehen ist. Links stehend ein finnischer Soldat, ansonsten einige Deutsche:
Donnerstag, Mai 21, 2009
Drei Länder - zwei Kontinente

Eine meiner Vorlieben ist, eigentlich nicht Zusammengehörendes doch zu verbinden. Also noch einmal. Professor Lee aus Korea hat vor Jahren die estnische Literatur entdeckt, als Germanist. Während dieser Zeit hat er dann wiederum von der deutschbaltischen Literatur erfahren. Das Ganze mündete nun in eine große mehrteilige Artikelserie über das Baltikum in der Wochenendausgabe der Pusan-Ilbo. Und oben ein Ausschnitt: Lee (Korea), Kross (Estland), Herder (Deutschland). Es geht.
Und am Ende dreht es sich um fünf Länder, bis nach Litauen (oben links der Gedeminas) und Herder wird Herders (siehe Denkmalfoto) geschrieben, also Lettland.
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Jaan Kross
Montag, Mai 18, 2009
Niederungslandschaft im Frühling
Schön gesehen von Alastair Rae. Hier kann man gut erkennen, wie das Frühjahrshochwasser ein Fluß/Bachtal einnimmt. Der alte Hof liegt möglicherweise seit langen Zeiten genau über der Flutungszone. Auch in Mitteleuropa wurden früher keine Siedlungen in hochwassergefährdeten Gebieten angelegt. Diese Regel gibt es nicht mehr.
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Estland
Sonntag, Mai 17, 2009
Es gibt solche und solche
Es irritiert mich schon seit langem nicht mehr, dass Estland für einige in Europa immer noch kein Begriff ist. Ich glaube, es gibt einfach dafür zu viele Länder auf diesem Kontinent. Und wer kennt sich schon genauer in französischen Verhältnissen aus. Eine kleine Minderheit.
Selbst der Eurovisions-Wettbewerb in Moskau, Estland wurde Sechster, hinterlässt nicht überall Spuren:
Update 18. Mai. Diese Nichtkenntnis greift elektricien ironisch auf, obwohl klar sein sollte, dass man Insiderwissen haben muss, wenn man über Neue Musik in Estland schreibt. Ich habe diese Einleitung unten aber leider wortwörtlich genommen. Siehe Kommentare.
geschrieben im Post: Notizen zur Neuen Musik: Leuchttürme in Estland
Bei anderen bleibt dann doch der gestrige Abend hängen:
Der Song Contest 2009 bei thayer.de
Update 18. Mai. Diese Nichtkenntnis greift elektricien ironisch auf, obwohl klar sein sollte, dass man Insiderwissen haben muss, wenn man über Neue Musik in Estland schreibt. Ich habe diese Einleitung unten aber leider wortwörtlich genommen. Siehe Kommentare.
Estland ist natürlich eins der Länder, von denen ich so gut wie keine Vorstellung habe. Wenn ich „Estland“ höre, fällt mir kein griffiges Symbol, kein stereotypes Attribut, nicht mal eine Art kollektives Bild ein. Estland ist einfach eines der allerunwichtigsten Länder auf der Welt und in Europa und wahrscheinlich sogar im Baltikum. Letzter Platz im Google-Page-Rank....
Weil die Welt sich für Estland so wenig interessiert (wie es andersherum ist, weiß ich nicht, ich kenne keine Esten), haben die Esten dafür Zeit, sich mit den wirklich wichtigen Dingen zu beschäftigen, also mit Neuer Musik.
geschrieben im Post: Notizen zur Neuen Musik: Leuchttürme in Estland
Bei anderen bleibt dann doch der gestrige Abend hängen:
Estland ist ja der Hammer, bezaubernd, fein, ebenso passend die Stimme und Geige und Kontrabass… ich liebe es!
Wieso nimmt Österreich da nicht mehr teil? Estland wäre doch ein gutes Beispiel… nie die Qualifikation überstehen und dann so was.. das hätten wir auch irgendwann schaffen können, und wenn es einmal in einer Dekade ist, so hätte sich solch ein Lichtblick schon ausgezahlt.
Der Song Contest 2009 bei thayer.de
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Estland,
Eurovision
Montag, Mai 11, 2009
Minu Eesti mõttetalgud
Angekündigt hatten wir die große Kampagne des nationalen Brainstormings am 1. Mai.
Die Bevölkerung in Estland war aufgefordert, Ideen zu Politik und Gesellschaft zu sammeln. Ergebnisse habe ich noch keine vorliegen, aber an den Versammlungsorten scheint es tatsächlich zu einem regen Gedankenaustausch gekommen zu sein. Hembo Pagi hat mindestens Fotos. Und hier kann man ein eng beschriebenes Plakat sehen.
Teilnehmer in Aktion:

Hier das ganze Fotoset.
Die Bevölkerung in Estland war aufgefordert, Ideen zu Politik und Gesellschaft zu sammeln. Ergebnisse habe ich noch keine vorliegen, aber an den Versammlungsorten scheint es tatsächlich zu einem regen Gedankenaustausch gekommen zu sein. Hembo Pagi hat mindestens Fotos. Und hier kann man ein eng beschriebenes Plakat sehen.
Teilnehmer in Aktion:

Hier das ganze Fotoset.
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Estland,
Minu Eesti
Montag, Mai 04, 2009
Unifunk
Hier ein kleiner Tipp. Die Uni Leipzig hat einen Radiosender. Mephisto 97.6
Unter der Rubrik Faustschlag dreht es sich demnächst um die drei baltischen Staaten:
Auf den Spuren des "Baltischen Tigers"
Montag, 04. Mai 2009, 09:29 Uhr
Vor allem interessant das hier - Der Hintergrund:
Update 12. Mai: Erster Bericht des Teams Baltikum: "How we are living" aus Litauen
Unter der Rubrik Faustschlag dreht es sich demnächst um die drei baltischen Staaten:
Nur noch fünf Tage - dann berichten die mephisto-Reporter Ann-Kathrin Stracke und Christian Ippach unter dem Motto "Auf den Spuren des baltischen Tigers" zwei Wochen lang aus dem Baltikum über die Länder Litauen, Lettland und Estland.
Auf den Spuren des "Baltischen Tigers"
Montag, 04. Mai 2009, 09:29 Uhr
Vor allem interessant das hier - Der Hintergrund:
mephisto 97.6 trampt gen Osten
Das Projekt in Kürze
mephisto 97.6 erkundet fünf Jahre nach der EU-Osterweiterung und kurz vor der Europawahl die osteuropäischen Nachbarländer.
Wer: 8 Teams á 2 Mephistos.
Wann: 14 Tage (vom 9. bis 22. Mai 2009) Trampen durch das Baltikum, Polen, Tschechien und Slowakei, Ungarn und Slowenien, Rumänien, Bulgarien.
Wie: Fortbewegung nur durch trampen; Unterkunft ausschließlich bei Bewohnern.
Womit: tägliches Taschengeld von 15 Euro pro Person.
Zu Hören: tägliche Berichterstattung im Programm von mephisto 97.6 [drei Beiträge täglich, zwei Wochen lang].
Hintergrund: bereits 2004 reiste mephisto 97.6 gen Osten um die damals neuen EU-Beitrittsländer vorzustellen: Was hat sich verändert und wie ist die Meinung zu Europa kurz vor der Europawahl?
Update 12. Mai: Erster Bericht des Teams Baltikum: "How we are living" aus Litauen
Samstag, Mai 02, 2009
Põllküla

Eben habe ich eine Webseite entdeckt. Familiengeschichte. Ein Teil meiner Familie stammt aus Estland. Ein Schwerpunkt des Familienlebens war Põllküla. Durch den Weltkrieg rissen die Verbindungen ab. Ich habe die Ruinen des Gutes, wo sie jeden Sommer verbracht haben im Dezember 1991 aufgesucht. Eine Zeitzeugin war auch noch dort. Jetzt sind wieder über 15 Jahre vergangen und in den Ruinen tut sich was. Jemand postet Fotos über irgendwelche Bautätigkeiten. Bin gespannt, was ich in Erfahrung bringen kann.
Põllküla Mõisapark
Picasa Fotos
Meine Patentante ist Jahrgang 1912 und stammt aus deutschbaltischen Verhältnissen.(Unser Teil aus estnisch-deutschrussischem Hintergrund. Das heißt, Estnisch und Russisch waren Muttersprachen, Deutsch Verkehrssprache, alles klar?). Sie hat in den 90ern ein sentimentales Erinnerungsbuch über dieses Gut geschrieben. "Iluküll", ein Synonym für Põllküla. Sie lebt in Baden-Baden, ich bin dort geboren, soweit die Gemeinsamkeiten.
Aus dem Jahrbuch Band 14/2006 des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Bemerkungen zum Buch von Käthe von Roeder-Gnadeberg: Seite 108
Die Autorin vor 70 Jahren:
Die Webseite "Gutshöfe Estlands" mit einer Karte: Rittergut Pöllküll
Rittergut klingt nach viel, aber neben steinernen Nebengebäuden, die noch vorhanden sind, waren Hauptteile aus Holz und spätestens in sowjetischer Zeit verschwunden.
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