Montag, Mai 21, 2007

Rückblende Pronkssodur II

Der umstrittene "Bronzene Soldat" ist aus den Schlagzeilen. Nachträglich konnte man in einigen Blogeinträgen lesen, dass das Monument an irgendeinen "gewöhnlichen" Soldatenfriedhof versetzt wurde. Dem ist nicht so. Es ist ein Friedhof auf dem Militärs des estnischen Freiheitskrieges, der bis 1920 andauerte, bestattet sind. Einige Gräber wurden während der Sowjetzeit beseitigt um dort gefallene Sowjetsoldaten zu bestatten. Es ist also ein Ort, der mit Emotionen verbunden ist. Und er hat nichts Gewöhnliches an sich.

triple 500 hat dazu im Tallinn City Paper Forum, The Soviet soldier monument, seine Meinung geäußert. Vorweg Arlington ist einer der zentralen Bestattungsplätze für Gefallene in den USA:

They [the Soviets] blew up the large Estonian monuments there - the equivalent of Arlington National Cemetery, and then they started burying Soviet troops there. Now it is a mish-mash.
I would like to comment on the tastefulness of the Soviet era gravestones but shan't, except for the grand idea of putting the entire tailfin of an airplane with a red star on top of someone's final resting place.
More offensive is the way the Soviet regime utilized this - the premier Estonian military graveyard of the independence period. I remember in particular an NKVD officer's grave, planted alongside that of an officer who perished in the War of Independence.


Hier haben wir nun eine Situation, wie sie zum Beispiel in Osnabrück zu finden ist. Ehemalige 1. Weltkriegs-Erzfeinde sind auf dem gleichen Areal bestattet: Serben, Deutsche, Russen und Finnen.

Kommentare:

  1. Der ehemalige Standort (das gesamte Grundstueck)ist jetzt ein einziges leuchtendes und duftendes Blumenmeer in weiss, blau, und gelb. Wer als Tourist keine Lust hat, den neuen Standort zu suchen, der wird wohl in diesem Sommer hierhin kommen. Wird ja auch leichter ohne Touristenfuehrer das zu finden sein, was die Leute selbst aus dem TV kennen. Sogar aus fahrenden Bussen heraus wird eifrig fotografiert.

    AntwortenLöschen
  2. Jens-Olaf, eigentlich dieser Friedhof ist bischen älter, wenn ich mich richtig erinnere, war es im Jahr 1775 als ein Ortodoxen-Friedhof gegründet. Derzeit hiess es "Alexander-Nevskyj-Friedhof". Später, im Jahr 1864 war daneben ein estnisher Friedhof gegründet und nur danach, wie du gechrieben hast, hat der Militärfriedhof erschienen. Der heutiger Siselinna-Friedhof ist eigentlich ein Konglomerat von die drei, wobei die Teil von Nevskyj-Friedhof am grösten ist. Auch in der Zeit den SU war es als Militärfriedhof benutzt. In diese Sinne ist es eigentlich ein entsprechender Platz für den Monument.

    AntwortenLöschen
  3. Danke für den historischen Hinweis. In Zukunft wird es hilfreich sein, diese vielen Querverweise auf die Geschichte dort zu finden.

    AntwortenLöschen