Freitag, November 18, 2005

Estnische Überraschungen in Hamburg

Für eine Weltstadt wie Hamburg ist die Informationspolitik kümmerlich, aber das Programm sehenswert. Nur auf wenigen Webseiten findet sich - ganz kurz - eine Zusammenfassung des genauen Ablaufs der ESTNISCHEN TAGE in Hamburg.
ENTERPRISE ESTONIA heisst nun der Zusammenschluß aus estnischer Exportagentur, Aussenwirtschaftsförderung und Investitionsagentur. Auf Hamburgs Edelmeile, der Mönckebergstraße, arbeitet ENTERPRISE ESTONIA jetzt mit eigenem Büro und tritt auch als Veranstalter der ESTNISCHEN TAGE auf.
(Foto oben: Die Gruppe "Wort und Tanz" aus Tallinn bei ihrem Auftritt in der HSH Nordbank Shopping Passage)
Überraschungen erlebten arglose Wochenend- oder Weihnachtseinkäufer, wenn sie in der Nordbank-Shopping-Passage eine Rolltreppe hochfuhren. Im ersten Stock war dort eine metergroße Landkarte auf den Boden geklebt, und unversehens stand man mitten in Estland.
Tanz- und Gesangsgruppen nutzen dies drei Tage lang als Bühne - als Höhepunkt sicher HEUTE um 19 uhr die VANILLA NINJAS (wie auch ihr Fanklub richtig bemerkt hat und ankündigt)

Estlands Ministerpräsident Ansip war am 17.11. Gast sowohl beim Businessseminar der Handelskammer Hamburg, wie auch im Gespräch mit den anderen Beteiligten aus Estland. Mein Eindruck: Ansip "verzaubert" kaum, wirkt eher typisch estnisch kühl, vielleicht wie der "oberste Businessman des Landes".

Für Überraschungen sorgen andere: Zum Beispiel Rain Rannu als erfolgreicher estnischer IT-Unternehmer (so jung können Unternehmer sein - und dann noch von jahrelangen Erfahrungen berichten!). Von ihm konnten die versammelten Geschäftsleute lernen, dass die estnischen innovativen Entwickler bereits "e-government" schon wieder als "von gestern" einstufen. Was kommt, ist das "m-government" - die mobile Aktivität, mit Handy oder anderen mobilen Geräten. E-Business sei eben zu sehr an das Vorhandensein stationärer Geräte gebunden, so Rannu, aber mobil ließen sich ja nicht nur beim Parken, am Getränkeautomat oder beim Banking, sondern auch mit der in Estland bereits eingeführten elektronischen Identitätskarte eine Menge neuer Ideen denken.

Fortsetzung der Eindrücke von den estnischen Tagen folgt ....

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