Freitag, April 16, 2010

Geistige Esel


Mit Freude vermelden wir das Erscheinen einer neuen Publikation der IFA (Institut für Auslandsbeziehungen, Berlin /Stuttgart). Die Ausgabe Nr.3/2010 des KULTURREPORT widmet sich den Literaturen Europas und dem europäischen Buchmarkt. Schnell schweift das "baltische Auge" über das Inhaltsverzeichnis, und tatsächlich: die Estin Eeva Park, in Deutschland bekannt durch ihr Werk "Falle, unendlich" (Original "Lõks lõpmatuses", Deutsch erschienen im Ihleo Verlag, siehe Infos der Übersetzerin Irja Grönholm), ist mit einemm Beitrag hier vertreten unter dem Titel "Geistige Esel der Beladenen". Hier sind Überlegungen nachzulesen zur möglichen geistigen Heimat der jungen Generation in Estland. 

Schaut man über den baltischen Tellerrand (vielleicht müsste man sich zunächst bei Estland entschuldigen, es überhaupt als "baltisch" zu bezeichnen) so finden wir in der 210-seitigen IFA-Publikation auch noch Sigitas Parulskis. Er hätte ja vielleicht auch etwas besseren Bekanntheitsgrad in Deutschland verdient. Nur, dass er hier gleich zwei Länder repräsentieren muss, wird er vielleicht auch erst beim Lesen des ersten Satzes der Einleitung von Ingrid Hamm, ihres Zeichens Geschäftsführerin bei der Robert-Bosch-Stiftung, verstanden haben. Hier steht zu lesen, und ich gebe es auch unseren Leser/innen hiermit zu Bedenken: "Kennen Sie Eeva Park, die estnische Erfolgsautorin? Oder Sigitas Parulskis, das Enfant terrible der lettischen Literatur? Wahrscheinlich nicht."

Liebe IFA, liebe Bosch-Stiftung:  ein vielstimmiges "aitäh" aus Estland, aber der Prozess der wirklichen europäischen Orientierung ist wohl hier auch noch nicht ganz abgeschlossen, wie es aussieht. Aber vielleicht dringen die Leser/innen auch bis Seite 134 vor, wo Parulskis selbst zu Wort kommt und sicherlich zumindest klar werden wird, aus welchem Land er stammt.

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