Freitag, Juli 12, 2013

Ilves wünscht mehr Wolken

Obwohl in Estland inzwischen nicht mehr die blauen Schilder mit dem Internet-Logo vom Straßenrand grüßen (Wifi hat die Internetportale abgelöst) gibt es immer wieder neue Stichworte die zeigen, dass die Esten ihren Ruf als Internet-Vorreiter gerne halten wollen.

Wolken über Estland (hier am Südstrand von Saaremaa) - für
Präsident Ilves formen sich Wolken in Zukunft auch digital.
Nach Auffassung des estnischen Präsidenten Ilves muss Europa eigene "Datenwolken" aufbauen. "95% der Clouds die heute genutzt werden gehörden US-Firmen," weiß Ilves, und fügt hinzu: "Sorge um den Schutz der Privatsphäre darf aber nicht dazu führen, dass einzelne Länder eigene Systeme aufbauen. Im Gegenteil: wir müssen europaweite Datensicherheit erreichen." (estnisches Außenministerium)

Beim Aufbau solcher europaweiten "Wolken" setzt der estnische Präsident offenbar vor allem auf große Firmen, denn sie seien eher in der Lage große Datenmengen zu sammeln als einzelne Staaten dies könnten. Zunächst müsse die Gesetzeslage im Bereich Datenschutz "modernisiert" werden, so meint Ilves, dann empfiehlt er eine Zusammenarbeit mit "führenden Firmen" wie Amazon, Ericsson, F-Secure und Telefonica Digital. Na, Herr Präsident, ob dann wohl alle Europäerinnen und Europäer gemeinsam auf diese Ilves-Wolke steigen wollen? Warten wir es ab.

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