Dienstag, Februar 20, 2007

Estland bei SPON

Spon ist die Abkürzung für Spiegel-Online in der Blogosphäre. Nicht wenige Blogs beschäftigen sich zu großen Teilen mit den Nachrichten dieser Seite, jetzt auch wir, und zwar deswegen:
Die Esten gelten in Europa als zurückhaltend - und das wohl völlig zu Recht. "Normaal" ist der gängige Ausdruck höchsten Entzückens und über die Lebhaftigkeit eines Esten erzählen sie sich gegenseitig Witze: "Ist er tot? Nein, Este!".

Kommentare:

  1. Meiner Meinung nach wohl ein weiterer Schrott-Beitrag von SPON auf dem Weg zum absteigendem Ast.

    ">>Normaal<< ist der gängige Ausdruck höchsten Entzückens"

    Und ich dachte immer, dass wäre "hmhm", zumal die EstInnen, mit denen ich zu tun habe, eigentlich immer die russiche Variante "normalne" verwenden, obwohl sie keinen ethnischen RussInnen sind.

    Zum estnischen reserviertem Humor:

    Ich denke, diejenigen EstInnen, die diesen Artikel gelesen haben, werden bestenfalls ein reserviertes schmunzeln dafür übrig haben, und sich eher unreserviert ein wenig über die deutschen Medien belustigen.

    Nicht wegen den Google-Bombs, sondern wegen dem verallgemeinernden Schuhkasten-Prinzip über EstInnen, an denen sich die SPONsis immer öfter bedienen, seitdem die Springer Presse ihre Finger im Verlag mit drin hat.

    Der Spiegel hat doch mittlerweile sloleht Niveau erreicht, oder nicht? Vielleicht reichts ja irgendwann auch mal als BILD-Wochenmagazin parralel zum Tageblatt mit den schockierensten "Skandalen" der Woche, in etwa so (Achtung Satire!):

    SKANDAL: BILDSPONS ENTHÜLLT - ESTLAND HAT SICH UMGEBRACHT!

    Die schockierende Wahrheit!!!

    Wer sind eigentlich "diese" Esten?

    Tallinn - Einen besonders freundlichen Eindruck machen die Esten ja nicht, ganz im Gegenteil, das reservierte zurückhaltende Verhalten der Esten macht sie jetzt zu Verdächtigen, die danach ausschauen, als ob sie was zu verbergen hätten. BildSpons Reporter haben jetzt ermittelt, dass die Esten an der Google-Bombe basteln.
    Ist Estland ein Schurkenstaat? BILD hat nachgefragt: "Sind Sie tot?" Rattas: "Nein, Este!" erhärtet jetzt den Verdacht, dass die Esten Antihumor-Terroristen sind. Wir fordern den sofortigen Verbot von Killer-Esten. BILD warnt seine Leser, nach Estland auszureisen. Es besteht höchste Humorlosigkeitsgefahr bis hin zu tötlichen Schockzuständen! Meiden Sie das Internet, die Google-Bombe stellt eine große Gefahr für Leib und Leben da.


    Jede Wahrheit braucht halt einen Mutigen, sie auszusprechen und jede Halbwahrheit einen schlechten Reporter, der aus uninteressanten Langweiligkeiten, fette Überschriften reisst.

    AntwortenLöschen
  2. Danke für das Auseinanderpflücken des Artikels. Man selbst gerät ja schnell in Versuchung überhaupt die Existenz einer Nachricht über Estland positiv zu sehen.

    AntwortenLöschen