Freitag, Juli 14, 2006

Ach, wie schön ist Pöltsamaa ...

"Die Heizölpreise sind auf Rekordhöhe, eine Strompreiserhöhung jagt die nächste - gut, wer da Alternativen kennt. Und weil es nie zu früh ist, sich mit Energie, ihren Problemen und Möglichkeiten zu beschäftigen" - so schreiben es Schülerinnen und Schüler der Leopold-Feigenbutz-Realschule in Oberderdingen bei Stuttgart auf ihrer Homepage.

Im Herbst 2005 ist das Projekt mit dem Namnen MIN-E-MAX gestartet, und neben anderen internationalen Schulpartnern nehmen auch Schulen in Estland und Litauen teil. Min-E-Max" heißt in diesem Falle: minimaler Energieeinsatz, maximaler Effekt.

Estnische Erkundungen: Wo sind wir hier eigentlich?

Im Mai 2006 besuchten einige Schülerinnen und Schüler ihre Partner in Estland. Eindrücke davon sind - wie sich das für ein modernes Schulprojekt gehört - auch in einem deutsch- und einem englischsprachigen Bericht im Internet nachzulesen.
Wo die estnischen Partner aber eigentlich herkommen, das läßt sich aus dem Bericht von
Nelli Gelbling und Saskia Mayer leider nur schwer herauslesen. Aber es wird wohl Pöltsamaa gewesen sein - wo es zumindest ein "Schloß" gibt, das wurde notiert. Leider gibt es wenig Informationen zu Estlands Energieversorgung (dass Kohtla-Järve auch ein Zentrum der Ölschiefergewinnung ist, wird nur im englischsprachigen Bericht kurz erwähnt). Aber mehr werden sich die Schüler ja vielleicht noch im Laufe ihres Projekts erarbeiten.
Eine schöne Reise wird es ja zumindest gewesen sein - auch wenn im Bericht immer wieder von "estischen" Schülern, von "Talin", und einmal sogar von den anderen
"Schülern aus Lettland" die Rede ist (wo kommen die plötzlich her?) Aber von "Leuten aus Lettland" ist öfter die Rede. Leider werden hier die Zusammenhänge nicht weiter erklärt.

Estnischer Schulalltag: Schlimmer als zu Hause?
Was fiel sonst in Estland auf?
"Der Unterricht war viel schlimmer als in Deutschland. Es war lauter, jeder machte was er wollte, wie z.B. mit dem Handy telefonieren." - Tja, so was Unverschämtes kennen die beiden Schülerinnen Nelli Gelbling und Saskia Mayer im schwäbischen Gymnasium Oberderdingen offensichtlich nicht. Im Schwäbischen herrscht wohl zumindest Handyverbot, und den Bericht werden wohl auch die Lehrer erst mal durchgesehen haben, oder?

Wer sich angeregt fühlt, mal selbst bei den Projektverantwortlichen nachzufragen, hier ist die Adresse: Leopold-Feigenbutz-Realschule Oberderdingen, Am Gaensberg 2, 75038 Oberderdingen.
Weitere Quellen: Bericht der PFORZHEIMER ZEITUNG vom 12.7.06.

Kommentare:

  1. Hallo Albatros, Respekt mit welcher Spitzfindigkeit Sie die Artikel unserer Schüler lesen. Ihre nette Art, auf Fehler aufmerksam zu machen, kommt bei mir als einem der verantwortlichen Lehrer wirklich gut an. Aus diesem Grund möchte ich Ihnen danken und mich bei Ihnen revanchieren: Die Leopold-Feigenbutz-Realschule Oberderdingen ist - so leid es mir für Sie tut - kein "schwäbisches Gymnasium" sondern eine Realschule. Zugegeben - man kann dies beim Schulnamen nicht ohne Weiteres erkennen! Fazit: Nobody's perfect - think about it!
    Freundliche Grüße und noch viel Energie beim spitzfindigen Bloggen!
    Matthias Joos

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  2. Hallo Herr Joos,

    also, dass die Schulklasse in Estland war und soviel erlebt hat, hat mich gefreut. Das andere war einfach ein Leseeindruck. Vielleicht halten Sie ja den Kontakt nach Estland aufrecht!

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