Montag, Juni 12, 2006

Tagesgeschäft oder Zeitenwende

Spiegel-Online bringt eine der Wirtschaftshauptnachrichten an der Ostsee:

Neuer Fähr-Riese kommt aus Estland

Im Fährverkehr auf der Ostsee steht eine Zeitenwende an: Die finnische Reederei Silja, bisher mit elf Fähren das dominierende Unternehmen, wird verkauft. Die neue Nummer eins kommt aus Estland.

Helsinki/Tallin - Die estnische Fährreederei Tallink will die Silja Line für 450 Millionen Euro und fünf Millionen eigene Aktien übernehmen. Das zusammengeschlossene Unternehmen wird der führende Anbieter im Passagierverkehr auf der Ostsee.

Der Kauf bedürfe noch der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden, teilte die AS Tallink Grupp heute mit. Das estnische Unternehmen zählte im vergangenen Jahr 3,2 Millionen Passagiere und setzte 260 Millionen Euro um, Silja hatte 3,4 Millionen Fahrgäste bei einem Umsatz von 380 Millionen Euro. Das fusionierte Unternehmen wird Routen zwischen Estland, Finnland, Deutschland, Lettland und Schweden bedienen.


Ich weiss noch nicht, was ich davon halten soll. Fest steht, dass die Zeiten vorbei sind, wo skandinavische Linien das Geschäft bestimmt haben. Eine finnische Meinung besagt, die Esten begännen nun global zu denken. Wie dem auch sei, erstaunlich ist das schon mit nur 1,4 Millionen Einwohnern.

Kommentare:

  1. Hallo, als ich gestern auf ETV die Nachricht hörte war ich schon erstaunt. Es erinnerte mich daran was mein Finance-Professor über Tallink sagte: "Den größten Teil des Umsatzes macht Tallink mit Alkohol. Mehr als 50% der Passiegere sind Finnen die das günstige Nachbarland nutzen um billig an Schokolade/Zigaretten und Alkohol ranzukommen. Doch was wenn Estland die Alkoholsteuer anhebt oder gar anheben muss, was wenn im Rahmen einer EU Regulierung in Estland annähernd die gleichen Preise für Zigaretten und Alkohol herrschen wie im Rest von Europa?"...Aber interessant, es stimmt die Esten sind eine, was das entrepreneurship angeht, sehr mutige Gesellschaft und ich bin irgendwie froh zu sehen das Tallinnk dieses Risiko wagt.

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  2. Seit der Fusion sind die Fahrpreise auf der Route Tallinn-Helsinki erheblich gestiegen. Das ist was ich merke, und das riecht mir nach Kartell. Leider.

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